Ruzicka-Prozess: Aegis-Chef Bölte belastet seinen Vorgänger.

05.08.2008
 nk
 

Ruzicka-Prozess:  Aegis-Chef Bölte belastet Vorgänger Andreas Bölte (Foto), CEO der Mediaagentur Aegis, hat seinen Vorgänger Aleksander Ruzicka in seiner Zeugenaussage vor dem Wiesbadener Landgericht schwer belastet. Bölte sei bereits Ende 2004 stutzig geworden. Damals hatte er seine Einarbeitungszeit als Finanzchef gerade abgeschlossen, ohne dass man ihm Zugang zu dem heiklen Gebiet der Freispots und deren Abrechnung gewährt hatte. Darum kümmerten sich allein Ex-CEO Ruzicka und die Einkaufsmanager David Linn, der ebenfalls angeklagt ist, und Claudia Jackson. Zudem sei Bölte Ruzickas ausschweifender Lebensstil aufgefallen - der sei mit seinem Gehalt als Agenturchef allein nicht zu finanzieren gewesen. Daraufhin habe sich Bölte 2005 zunächst mit dem Firmenanwalt zusammengesetzt, zusammen gingen sie dann zur Staatsanwaltschaft. Im Oktober 2006 wurde Ruzicka verhaftet und sitzt seitdem wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Seinen Posten als Aegis-Oberhaupt übernahm Bölte.

Ruzicka-Prozess:

 

Aegis-Chef Bölte belastet Vorgänger

Andreas BölteAndreas Bölte (Foto), CEO der Mediaagentur Aegis, hat seinen Vorgänger Aleksander Ruzicka in seiner Zeugenaussage vor dem Wiesbadener Landgericht schwer belastet. Bölte sei bereits Ende 2004 stutzig geworden. Damals hatte er seine Einarbeitungszeit als Finanzchef abgeschlossen, ohne dass man ihm Zugang zu dem heiklen Gebiet der Freispots und deren Abrechnung gewährt hatte. Darum kümmerten sich allein Ex-CEO Ruzicka und die Einkaufsmanager David Linn, der ebenfalls angeklagt ist, und Claudia Jackson. Zudem sei Bölte Ruzickas ausschweifender Lebensstil aufgefallen - der sei mit seinem Gehalt als Agenturchef allein nicht zu finanzieren gewesen. Daraufhin habe sich Bölte 2005 zunächst mit dem Firmenanwalt zusammengesetzt, zusammen gingen sie dann zur Staatsanwaltschaft. Im Oktober 2006 wurde Ruzicka verhaftet und sitzt seitdem wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Seinen Posten als Aegis-Oberhaupt übernahm Bölte.

 

Nachdem das Gericht bisher in akribischer Kleinarbeit sämtliche Verträge und Abrechnungen der Agentur durchgegangen ist, versprechen die nächsten Prozesstage mehr Spannung: Die ehemaligen Geschäftsführer der - mittlerweile umbenannten - Werbeagentur Zoffel Hoff und Partner, über die damals Geld geschleust worden sein soll, treten Montag (Reinhrad Zoffel) und Dienstag (Volker Hoff) kommender Woche in den Zeugenstand. Das Pikante an der Sache: Hoff ist mittlerweile Europaminister in der hessischen Landesregierung.

 

Hintergrund: Ruzicka und Linn werden verdächtigt, um die 50 Mio Euro veruntreut zu haben. Der Prozess vor dem Wiesbadener Landgericht läuft seit Beginn 2008.

Nina Kirst

 

 nk

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