Bertelsmann zieht sich zurück: Sony übernimmt Sony BMG komplett.

05.08.2008
 nk
 

Bertelsmann zieht sich zurück:  Sony übernimmt Sony BMG komplett Die Sony Corporation übernimmt - wie bereits gemunkelt - das Musikunternehmen Sony BMG komplett. Sony verleibt sich damit den 50%-Anteil von Bertelsmann ein. "Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt zum Wohle beider Transaktionspartner ist", so Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski. Der Verkauf passe zu Bertelsmanns Wachstumstrategie, da er "die Konzentration auf definierte Wachstumsfelder" ermögliche. Bertelsmann will seine Musiksparte BMG jetzt mehr auf das Geschäft mit Musikrechten ausrichten. Den Transaktionswert veranschlagt das Unternehmen bei 1,5 Mrd Dollar.

Bertelsmann zieht sich zurück:

 

 

Sony übernimmt Sony BMG komplett

Sony BMGDie Sony Corporation übernimmt - wie bereits gemunkelt - das Musikunternehmen Sony BMG komplett. Sony verleibt sich damit den 50%-Anteil von Bertelsmann ein. "Wir sind überzeugt, dass dieser Schritt zum Wohle beider Transaktionspartner ist", so Bertelsmann-Boss Hartmut Ostrowski. Der Verkauf passe zu Bertelsmanns Wachstumstrategie, da er "die Konzentration auf definierte Wachstumsfelder" ermögliche. Bertelsmann will seine Musiksparte BMG jetzt mehr auf das Geschäft mit Musikrechten ausrichten. Den Transaktionswert veranschlagt das Unternehmen bei 1,5 Mrd Dollar.

 

Sony BMG wird nach Abschluss des Verkaufs unter dem Namen Sony Music Entertainment Inc. (SMEI) firmieren. Das Unternehmen wird Labels wie Arista Records, Columbia Records und Epic Records umfassen, zum Repertoire gehören Stars wie Celine Dion, Alicia Keys und Justin Timberlake. Das Fertigungs- und Distributionsvolumen wird weiterhin anteilig von der Sony-Fertigungstochter Sony DADC und Bertelsmanns Arvato übernommen. Entsprechende Verträge mit Arvato wurden um bis zu 6 Jahre verlängert. Dazu wird Bertelsmann ausgesuchte europäische Musikkataloge von Sony BMG übernehmen.

 

BMG konzentriert sich auf Musikrechte

 

Bertelsmann will die Bertelsmann Music Group (BMG) jetzt stärker auf das Musikrechtegeschäft ausrichten. Designierter Geschäftsführer ist Hartwig Masuch, der Bertelsmann zuletzt bei den Verhandlungen mit Sony beraten hat. Maximilian Dressendörfer, Mitglied der Bereichsleitung BMG, wird der Geschäftsleitung ebenfalls angehören. Bertelsmann-Finanzchef Thomas Rabe, der die Musiksparte im Vorstand verantwortet, zur Neuausrichtung von BMG: "Die Vielzahl neuer Verbreitungswege lässt die Nachfrage nach Musiknutzungsrechten steigen. Vor diesem Hintergrund halten wir den Aufbau eines Geschäfts für die Verwaltung und Auswertung solcher Rechte in Europa für attraktiv."

 

Der Vollzug des Deals steht unter mehreren Vorbehalten, darunter kartellrechtliche Genehmigungen verschiedener Länder.

Nina Kirst

 nk

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