Kleiner Markt In-Game-Advertising: Die Werber sind noch Spiel-Verderber.

21.08.2008
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Kleiner Markt In-Game-Advertising:  Die Werber sind Spiel-Verderber Videospiele haben sich noch nicht zur Werbeplattform gemausert und das obwohl immer mehr Menschen spielen. Bei weltweiten Werbeausgaben von aktuell 500 Mrd US-Dollar entfällt nur ein Bruchteil auf die Werbung in Videospielen. Das so genannte "In-Game Advertising" bezeichnet die Vermarktung virtueller Plakatwände, Stadienbanden und die Platzierung von Produkten in Spielen. Für die dynamische Variante dieser Werbeform muss die Konsole oder der Computer mit dem Internet verbunden sein. Spezialagenturen platzieren dann die Werbung für ihre Kunden - momentan ist das noch kein großes Geschäft wie eine aktuelle Studie der Yankee Group ergab. Wieso die Werbung in Videospielen noch nicht funktioniert? - Umblättern!

Kleiner Markt In-Game-Advertising:

 

Die Werber sind Spiel-Verderber

Videospiele haben sich noch nicht zur Werbeplattform gemausert und das obwohl immer mehr Menschen spielen. Bei weltweiten Werbeausgaben von aktuell 500 Mrd US-Dollar entfällt nur ein Bruchteil auf die Werbung in Videospielen. Das so genannte "In-Game Advertising" bezeichnet die Vermarktung virtueller Plakatwände, Stadienbanden und die Platzierung von Produkten in Spielen. Für die dynamische Variante dieser Werbeform muss die Konsole oder der Computer mit dem Internet verbunden sein. Spezialagenturen platzieren dann die Werbung für ihre Kunden - momentan ist das noch kein großes Geschäft wie eine aktuelle Studie der Yankee Group ergab.

 

Wieso meiden die Werber die Videospiele noch? Laut einem "FTD"-Bericht (Donnerstagsausgabe) fehlen noch geeignete Spiele - zum anderen hapert es auch an einheitlichen Standards für Werbung und deren Erfolgsmessung. Erschwerend kommen die verschiedenen Plattformen hinzu: Wii, Playstation und Xbox 360 um nur einige zu nennen. Komplexe Spiele für die aktuellen Konsolen sind zudem aufwendig zeitintensiv in der Entwicklung. "Viele Unternehmen scheuten daher noch In-Game-Werbung, weil sie ihre Kampagnen gerne aktuellen Gegebenheiten anpassen möchten", erklärt Jens Grunewald von der Mediaagentur Zenithoptimedia. Weltweit geben Unternehmen rund 500 Mrd Dollar für Werbung aus. Laut den Marktforschern der Yankee Group entfällt nur ein Bruchteil davon auf In-Game-Advertising. Für 2011 errechnen sie einen Volumen von 971,3 Mio Dollar, nach gerade einmal 77,7 Mio Dollar in 2006.

 

Nichtsdestotrotz sieht Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg In-Game-Werbung als "drittes finanzielles Standbein" für Videospiele, neben Verkauf und Abonnements. Microsoft ist mit der Agentur Massive selbst im Markt aktiv - und bietet mit der Xbox 360 auch gleich die passende Plattform an. Ein wichtiger Konkurrent von Microsofts Massive ist IGA Worldwide. So arbeitet die Spieleschmiede EA beim In-Game-Advertising auf Sonys Playstation3 mit IGA zusammen.

 

In Deutschland bemüht sich der BVDW-Arbeitskreis Connected Games um mehr Markttransparenz (bartlspielt vom 15. April 2008). Leiter Marc Wardenga: "Es geht uns vor allem darum, Games als attraktive Werbeträger transparent darzustellen. Der fruchtbare Acker muss erst noch bearbeitet werden, damit er richtig Früchte tragen kann. Dabei stehen wir immer noch am Anfang“.

Christian Lohmüller

 

 

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