Bremsspuren bei Bertelsmann: Umsatz und operativer Gewinn sinken

 

Umsatz und operativer Gewinn sinken:  Bremsspuren bei Bertelsmann Bertelsmann leider unter der Dollarschwäche und der schwierigen Konjunktur: Der Umsatz des Medienkonzerns ist leicht von 7,7 Mrd auf 7,6 Mrd Euro gesunken, der operative Gewinn von 739 auf 681 Mio Euro. Dennoch meldet Bertelsmann eine Steigerung des Konzerngewinns im ersten Halbjahr von 51 auf 372 Mio Euro. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (Ebit) wuchs von 472 auf 637 Mio Euro. Garant dafür ist nach wie vor die TV-Tochter RTL Group, deren Umsatz bei einem leicht rückläufigen operativen Ergebnis aber auch stagniert. Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski (Foto) gibt sich mit dem Geschäftsverlauf "angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zufrieden". Strategisch will er sich nach den Verkäufen z.B. von der Musiktochter Sony BMG jetzt auf "Wachstumsinitiativen konzentrieren, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern." Neue Geschäfte z.B. in der Bildung oder in den Wachstumsmärkten Osteuropa und Asien stünden auf dem Plan.

Umsatz und operativer Gewinn sinken:

 

Bremsspuren bei Bertelsmann

Hartmut OstrowskiBertelsmann leider unter der Dollarschwäche und der schwierigen Konjunktur: Der Umsatz des Medienkonzerns ist leicht von 7,7 Mrd auf 7,6 Mrd Euro gesunken, der operative Gewinn von 739 auf 681 Mio Euro. Dennoch meldet Bertelsmann eine Steigerung des Konzerngewinns im ersten Halbjahr von 51 auf 372 Mio Euro. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (Ebit) wuchs von 472 auf 637 Mio Euro. Garant dafür ist nach wie vor die TV-Tochter RTL Group, deren Umsatz bei einem leicht rückläufigen operativen Ergebnis aber auch stagniert. Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski (Foto) gibt sich mit dem Geschäftsverlauf "angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zufrieden". Strategisch will er sich nach den Verkäufen z.B. von der Musiktochter Sony BMG jetzt auf "Wachstumsinitiativen konzentrieren, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern." Neue Geschäfte z.B. in der Bildung oder in den Wachstumsmärkten Osteuropa und Asien stünden auf dem Plan.

 

Gruner + Jahr gab beim Umsatz leicht von 1,39 auf 1,36 Mrd Euro nach und lag wenigstems beim operativen Gewinn mit 117 Mio Euro ganz leicht über dem Vorjahr (116 Mio Euro). Die Entwicklung spiegelt laut Bertelsmann vor allem das "eingetrübte Konsumklima und den Druck auf die Anzeigenmärkte" wider. In Deutschland habe sich die Markenfamilie um die Frauenzeitschrift "Brigitte" und das Magazin "Gala" "sehr erfreulich" entwickelt. In Frankreich seien die Vertriebserlöse gegen den Markttrend gestiegen. Positiv entwickle sich der Wachstumsmarkt China, während die Geschäfte in Spanien "unter Rezessionstendenzen" litten. Die Entwicklung des Tiefdruck-Joint-Ventures Prinovis sei weiter geprägt "vom anhaltenden  Kostendruck". Bei der Buchtochter Random House sind laut dem Konzern negative Wechselkurseinflüsse und die Konsumzurückhaltung schuld an den Rückgängen bei Umsatz und operativem Gewinn.

 

Die Dienstleistungstochter Arvato steigerte als einzige ihren Umsatz von 2,2 auf 2,3 Mrd Euro, legte aber auch beim Gewinn nur leicht von 101 auf 102 Mio Euro zu. Die Überbleibsel des zerschlagenen Dauer-Sorgenkinds Direct Group haben Umsatz eingebüßt und den Verlust gesteigert.

 

Finanzchef Thomas Rabe strebt für das Gesamtjahr 2008 weiter eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr an. Der operative Gewinn (Operating Ebit) werde allerdings "vor dem Hintergrund gedämpfter Konjunkturaussichten leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreswert liegen". Der Konzerngewinn werde dagegen wegen des Wegfalls von Sondereinflüssen und eines geringeren Steueraufwands "deutlich über dem Vorjahreswert" liegen.

Eckhard Müller

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