Der kress-Quotencheck: ProSieben trällert im Abseits.

01.10.2008
 rs
 

Der kress-Quotencheck: ProSieben trällert im Abseits Der Wunderheiler von RTL: 4,15 Mio junge Fans hingen am Dienstagabend wieder Hugh Laurie alias "Dr. House" an den Lippen. Der knurrige Doc durfte sich damit über ein Zuschauerplus von 10.000 Werberelevanten gegenüber der Vorwoche freuen (Marktanteil: 32,1%). Mit 5,46 Mio Gesamtzuschauern schnappte sich RTL auch klar den Tages-Reichweitensieg. Schon zuvor bescherte der Krimiklassiker "CSI: Miami" den Kölnern mit 3,46 Mio jungen Zuschauern den Primetime-Sieg (Marktanteil: 27,9%). Gerupft wurde dafür ProSieben: Hier rutschte das schräge Casting-Format "Singing Bee - Die unfairste Musikshow der Welt" auf einen einstelligen Marktanteil ab. Mit nur 1,12 Mio Jüngeren holte das Wettsingen miese 9,0%. Noch härter traf's "Die ProSieben Märchenstunde", die diesmal mit nur 0,75 Mio jungen Zuschauern einen katastrophalen Marktanteil von 5,9% heimbrachte. In der Vorwoche waren es maue 6,3% - Fernsehen zum Entwöhnen! Mehr Hintergründe zum TV-Dienstag und die aktuellen Tagesmarktanteile gibt's hier!

Der kress-Quotencheck:

 

ProSieben trällert im Abseits

Singing BeeDer Wunderheiler von RTL: 4,15 Mio junge Fans hingen am Dienstagabend wieder Hugh Laurie alias "Dr. House" an den Lippen. Der knurrige Doc durfte sich damit über ein Zuschauerplus von 10.000 Werberelevanten gegenüber der Vorwoche freuen (Marktanteil: 32,1%). Mit 5,46 Mio Gesamtzuschauern schnappte sich RTL auch klar den Tages-Reichweitensieg. Schon zuvor bescherte der Krimiklassiker "CSI: Miami" den Kölnern mit 3,46 Mio jungen Zuschauern den Primetime-Sieg (Marktanteil: 27,9%). Gerupft wurde dafür ProSieben: Hier rutschte das schräge Casting-Format "Singing Bee - Die unfairste Musikshow der Welt" auf einen einstelligen Marktanteil ab. Mit nur 1,12 Mio Jüngeren holte das Wettsingen miese 9,0%. Noch härter traf's "Die ProSieben Märchenstunde", die diesmal mit nur 0,75 Mio jungen Zuschauern einen katastrophalen Marktanteil von 5,9% heimbrachte. In der Vorwoche waren es maue 6,3% - Fernsehen zum Entwöhnen! 

 

Bezeichnend für den schlimmen Quoteneinbruch bei ProSieben ist die Tatsache, dass mit "Galileo" nur ein Vorabendmagazin die in der Zielgruppe zuschauerstärkste Sendung stellte (1,16 Mio Jüngere, Marktanteil: 12,2%). 

 

Mit 1,40 Mio Werberelevanten achtbar behaupten konnte sich dagegen der Primetime-Film "Man liebt sich immer zweimal" auf Sat.1 (Marktanteil: 11,1%). Der vergleichsweise gute Vorlauf - in der Vorwoche holte "Liebesticket nach Hause" allerdings einen deutlich stärkeren Marktanteil von 13,3% - half auch "Akte 2008" nach vorne. Mit 1,04 Mio jungen Zuschauern erzielte das Magazin einen satt überdurchschnittlichen Marktanteil von 12,8% (Vorwoche: 11,6%).

 

Das Primetime-Problem von Vox ließ sich auch an diesem Dienstag nicht lösen: Nach starkem Vorlauf mit "Das perfekte Dinner" (13,5% Zielgruppen-Marktanteil), sackte bereits "Unter Volldampf!" auf vergleichsweise schwache 9,7% Marktanteil durch. Um 20:15 Uhr blieben dann schließlich nur mehr 0,88 Mio junge Zuschauer für die Primetime-Dokusoap "Goodbye Deutschland! Die Auswanderer" übrig (Marktanteil: 7,0%).

 

Nicht wirklich zufrieden sein dürfte auch RTL II mit der Dokusoap "Zuhause im Glück" zur vermeintlich besten Sendezeit sein. Mit 0,92 Mio Werberelevanten reichte es bei dem Format gerade mal für einen schwach überdurchschnittlichen Marktanteil von 7,3%.

 

In der ARD musste der Krankenhaus-Klassiker "In aller Freundschaft" mit jetzt nur mehr 5,37 Mio Gesamtzuschauern den Reichweiten-Tagessieg wieder an "Dr. House" abgeben (in der Vorwoche waren es noch 5,52 Mio Zuschauer ab 3 Jahren). Zweitstärkste ARD-Sendung des Tages - sowohl absolut gerechnet als auch in der Werbezielgruppe - war "Dr. Stein". Die Lehrerinnenserie ließ zur Primetime 5,24 Mio Gesamtzuschauer, darunter 0,77 Mio Jüngere, nachsitzen.

 

Last but not least das ZDF: Hier verpasste das Portrait "Franz Josef Strauß - Eine deutsche Geschichte" mit nur 0,72 Mio jüngeren Zuschauern den Anschluss an die Spitzengruppe. Der ebenfalls historische CSU-Wahlschock vom Wochenende sitzt bei der erhofften Klientel wohl noch zu tief.

 

Mit 19,9% ging der Tagessieg bei den Tagesmarktanteilen (14- bis 49-Jährige) zweifelsfrei an RTL. Sat.1 kam auf 12,1. ProSieben fiel dramatisch auf nur 9,5%.

 

Rupert Sommer

 

 rs

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