Auflagen-Zwist: Bauer erwirkt einstweilige Verfügung gegen Conde Nast.

08.10.2008
 nic
 

Auflagen-Zwist: Bauer erwirkt einstweilige Verfügung gegen Condé Nast Bei Condé Nast in München flattert dieser Tage eine einstweilige Verfügung ins Haus. Absender ist der Hamburger Bauer Verlag. Eine Verlagssprecherin bestätigte gegenüber kress einen entsprechenden "Horizont"-Bericht. Anlass: Die Hamburger ärgern sich über fragwürdige Vertriebstaktiken beim Condé-Nast-Titel "Vanity Fair" und möchten dem Treiben ein Ende bereiten. Condé Nast verscherbelt das People-Baltt nämlich im Billig-Bundle mit anderen Titeln für lächerliche 20 Cent. Der Verlag schreibt die Hefte komplett dem Einzelverkauf zu - und sorgt so für eine Verdopplung der Kioskauflage. "Wir werden unter keinen Umständen akzeptieren, dass andere Verlage mit derartigen Aktionen, die wir für irreführend und wettbewerbsverzerrend halten, ihre Hefte letztlich massenweise an die Leser verschenken", sagte Bauer Vetriebschefin und Verlegertochter Yvonne Bauer dem Branchenblatt "Horizont". Auch von juristischen Mitteln wolle man Gebrauch machen. Die könnten dann auch den Burda Verlag treffen: Der verkauft seinen "Focus" massenweise an Partner wie GMX, Payback oder Shell ab - und die schenken die Magazine an ihre Kunden weiter. Verlage, IVW und VDZ diskutieren derzeit über klare Richtlinien, um einer Verwässerung des IVW-Standards vorzubeugen.

Auflagen-Zwist: Bauer erwirkt einstweilige Verfügung gegen Condé Nast

bauerBei Condé Nast in München flattert dieser Tage eine einstweilige Verfügung ins Haus. Absender ist der Hamburger Bauer Verlag. Eine Verlagssprecherin bestätigte gegenüber kress einen entsprechenden "Horizont"-Bericht. Anlass: Die Hamburger ärgern sich über fragwürdige Vertriebstaktiken beim Condé-Nast-Titel "Vanity Fair" und möchten dem Treiben ein Ende bereiten. Condé Nast verscherbelt das People-Baltt nämlich im Billig-Bundle mit anderen Titeln für lächerliche 20 Cent. Der Verlag schreibt die Hefte komplett dem Einzelverkauf zu - und sorgt so für eine Verdopplung der Kioskauflage. "Wir werden unter keinen Umständen akzeptieren, dass andere Verlage mit derartigen Aktionen, die wir für irreführend und wettbewerbsverzerrend halten, ihre Hefte letztlich massenweise an die Leser verschenken", sagte Bauer Vetriebschefin und Verlegertochter Yvonne Bauer dem Branchenblatt "Horizont". Auch von juristischen Mitteln wolle man Gebrauch machen. Die könnten dann auch den Burda Verlag treffen: Der verkauft seinen "Focus" massenweise an Partner wie GMX, Payback oder Shell ab - und die schenken die Magazine an ihre Kunden weiter. Verlage, IVW und VDZ diskutieren derzeit über klare Richtlinien, um einer Verwässerung des IVW-Standards vorzubeugen.

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