"Es war schrecklich": Reich-Ranicki legt nach.

15.10.2008
 

"Es war schrecklich":  Reich-Ranicki legt nach Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (Foto) wettert nach seinem legendären Auftritt beim Deutschen Fernsehpreis (kress.de vom 12. Oktober 2008) weiter gegen das heimische TV. Er habe in den vergangenen Monaten relativ viel im Fernsehen gesehen - es sei schrecklich gewesen, so der 88-Jährige am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Fernsehen solle dem Publikum Spaß machen, das bedeute aber nicht, dass es schlecht sein müsse. Den Deutschen Fernsehpreis will er auch nachträglich nicht annehmen: "Ich habe den Preis abgelehnt, und daran wird sich auch nichts ändern", so Reich-Ranicki gegenüber der "Bunten". Die falsche Nachricht, dass er den Preis doch noch nach Hause mitgenommen habe, habe das ZDF erfunden und verbreitet. Das ZDF zeichnet am Mittwoch in Wiesbaden das Gespräch Thomas Gottschalks mit Reich-Ranicki auf, das als Sondersendung am Freitagabend ausgestrahlt werden soll. Warum RTL-Chefin Anke Schäferkordt an der Diskussion nicht teilnimmt - umblättern.

"Es war schrecklich":

 

Reich-Ranicki legt nach

Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (Foto) wettert nach seinem legendären Auftritt beim Deutschen Fernsehpreis (kress.de vom 12. Oktober 2008) weiter gegen das heimische TV. Er habe in den vergangenen Monaten relativ viel im Fernsehen gesehen - es sei schrecklich gewesen, so der 88-Jährige am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Fernsehen solle dem Publikum Spaß machen, das bedeute aber nicht, dass es schlecht sein müsse. Den Deutschen Fernsehpreis will er auch nachträglich nicht annehmen: "Ich habe den Preis abgelehnt, und daran wird sich auch nichts ändern", so Reich-Ranicki gegenüber der "Bunten". Die falsche Nachricht, dass er den Preis doch noch nach Hause mitgenommen habe, habe das ZDF erfunden und verbreitet. Das ZDF zeichnet am Mittwoch in Wiesbaden das Gespräch Thomas Gottschalks mit Reich-Ranicki auf, das als Sondersendung am Freitagabend ausgestrahlt werden soll.

 

Die Intendanten der TV-Sender werden bei der Diskussion nicht dabei sein. Das sei aber auch nicht anders geplant gewesen, so ZDF-Intendant Markus Schächter. RTL-Chefin Anke Schäferkordt sagte der "Bild": "Herr Reich-Ranicki würde aus gutem Grund ablehnen, mit Menschen über Literatur zu diskutieren, die keine Bücher lesen. Uns fällt es schwer, mit ihm über Fernsehen zu diskutieren, das er nicht schaut". ARD-Programmdirektor Günter Struve sagte dem Blatt: "Ich gehe nirgendwo hin, wo ich nicht eingeladen bin."

Marc Bartl

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