Vorhang auf: Youtube will Kinofilme zeigen.

07.11.2008
 nic
 

Vorhang auf:  YouTube will gratis Kinofilme zeigen Kostenlose Kinovorstellungen sollen der prominenten Videoplattform YouTube offenbar mehr Geld ins Säckel spülen. Die Google-Tochter verhandele derzeit mit mindestens einem der "größten Hollywoodstudios" über die Ausstrahlung ihrer Blockbuster, meldet der Branchendienst "CNet" unter Berufung auf zwei Indsider der US-Unterhaltungsindustrie. Künftig sollen demnach Spielfilme in voller Länge, kostenfrei und vor allem legal über heimische Bildschirme flimmern - für die Kostendeckung soll einmal mehr die Werbewirtschaft herhalten. Offener Streitpunkt sei noch, wie die Spots ins Angebot eingebunden werden sollen. Zudem wollen einzelne Anbieter ihre Pfunde offenbar nur widerwillig rausrücken und tischen Google stattdessen nur Kurzfilme auf. Sollte alles glatt gehen, könne der Dienst noch binnen der nächsten drei Monate starten. Ob auch deutsche User in den Filmgenuss kommen - unklar.

Vorhang auf:

 

YouTube will gratis Kinofilme zeigen

Kostenlose Kinovorstellungen sollen der prominenten Videoplattform YouTube offenbar mehr Geld ins Säckel spülen. Die Google-Tochter verhandele derzeit mit mindestens einem der "größten Hollywoodstudios" über die Ausstrahlung ihrer Blockbuster, meldet der Branchendienst "CNet" unter Berufung auf zwei Indsider der US-Unterhaltungsindustrie. Künftig sollen demnach Spielfilme in voller Länge, kostenfrei und vor allem legal über heimische Bildschirme flimmern - für die Kostendeckung soll einmal mehr die Werbewirtschaft herhalten. Offener Streitpunkt sei noch, wie die Spots ins Angebot eingebunden werden sollen. Zudem wollen einzelne Anbieter ihre Pfunde offenbar nur widerwillig rausrücken und tischen Google stattdessen nur Kurzfilme auf. Sollte alles glatt gehen, könne der Dienst noch binnen der nächsten drei Monate starten. Ob auch deutsche User in den Filmgenuss kommen - unklar.

 

Google selbst äußert sich gegenüber "CNet" noch zurückhaltend: "Wir befinden uns in Verhandlungen mit einer Reihe von Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche. Unser Ziel ist es, unseren Usern, Partnern und Werbekunden ein Maximum an Auswahlmöglichkeiten bieten zu können".

 

Zu diesen Auswahlmöglichkeiten gehören zum Ärger vieler Rechteinhaber gelegentlich bereits auch Spielfilme und TV-Serien. Ohnen deren Zustimmung kursiert das Material in kleinen Häppchen auf YouTube und wird gelöscht - meist nach einem Fingerzeig der Rechteeigner. Einige Anbieter, vor allem aus der Musikindustrie, verzichten mittlerweile darauf, urheberrechtlich geschützte Inhalte löschen zu lassen. Stattdessen erhalten sie von YouTube im Gegenzug Werbeeinblendungen. Den Anbietern schien auch das PR-Potenzial für ihre Marken und Künstler ins Bewußtsein zu rücken. In der Vergangenheit hatte die Situation bereits zu erheblichen Schadensersatzansprüchen gegen YouTube geführt. 

 

Dieses Problem könnte YouTube mit dem neuen Modell loswerden. Anfang des Jahres hatte YouTube bereits eine Zusammenarbeit mit Sony Pictures Television angekündigt und wollte Kurzfassungen beliebter TV-Shows auf einem eigenen Youtube-Kanal zeigen (kress.de vom 8. Januar 2008). Im Sommer ging der "ScreeningRoom" an den Start, der kleinen Produktionen junger Filmemacher auf die Beine helfen soll (kress.de vom 20. Juni 2008). Erst kürzlich gab YouTube bekannt, künftig TV-Serien in voller Länge zeigen zu wollen - Gespräche mit amerikanischen Networks wie CBS sind im Gange (kress.de vom 13. Oktober 2008). Vorbild für den aktuellen Aktionismus könnte zudem das NBC-Universal/News-Corp-Joint-Venture Hulu sein: Der Videodienst hat dem Vernehmen nach mit werbefinanzierten TV-Serien und Kinofilmen schon annähernd soviele Dollars verdient wie YouTube - allerdings ist das Angebot erst seit März am Markt .

 

YouTube dagegen ist weltweiter Publikumsliebling mit einer Unzahl an kurzen Spots, die sowohl von kommerziellen Unternehmen als auch von Privatanwendern ins Netz gestellt werden. Trotz neuer Initiativen wie Video-Werbeclips (kress.de vom 24. August 2008), hat YouTube bisher den großen Reibach noch nicht gemacht.

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