"Mediascope Europe 2008": Ohne Netz geht's nimmer.

19.11.2008
 nic
 

"Mediascope Europe 2008": Ohne Netz geht's nimmer Laut der europäischen Medienstudie "Mediascope Europe 2008" löst Internet das Fernsehen als Leitmedium ab - zumindest, was junge Deutsche angeht. In Zahlen: Die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen("Generation Online") surft demnach an 5,8 Tagen der Woche im Netz - genauso häufig wie sie fern sieht. Die Jungen verbringen 14,4 Wochenstunden online - fast so viel Zeit wie vor dem TV (14,7 Stunden in der Woche). Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg der Internetkonsum in der Zielgruppe um ein Viertel. "Das Internet übernimmt jetzt auch im persönlichen Alltag der Nutzer auf breiter Front die führende Medienrolle - und das nicht nur bei den quasi online aufgewachsenen Jugendlichen, sondern besonders bei den 25- bis 34-Jährigen", resümiert Michael Burst (Foto), Mitglied der EIAA Researcher Group und Marktforschungs-Chef bei United Internet Media. Weitere Facts der Studie - umblättern.

"Mediascope Europe 2008":

Ohne Netz geht's nimmer

Laut der europäischen Medienstudie "Mediascope Europe 2008" löst Internet das Fernsehen als Leitmedium ab - zumindest, was junge Deutsche angeht. In Zahlen: Die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen("Generation Online") surft demnach an 5,8 Tagen der Woche im Netz - genauso häufig wie sie fern sieht. Die Jungen verbringen 14,4 Wochenstunden online - fast so viel Zeit wie vor dem TV (14,7 Stunden in der Woche). Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg der Internetkonsum in der Zielgruppe um ein Viertel. "Das Internet übernimmt jetzt auch im persönlichen Alltag der Nutzer auf breiter Front die führende Medienrolle - und das nicht nur bei den quasi online aufgewachsenen Jugendlichen, sondern besonders bei den 25- bis 34-Jährigen", resümiert Michael Burst (Foto), Mitglied der EIAA Researcher Group und Marktforschungs-Chef bei United Internet Media.

 

In der "Generation Online" surfen nahezu doppelt so viele Heavy User (16 Stunden Onlinezeit / Woche) wie im Durchschnitt. Europaweit überflügelt der wöchentliche Web-Konsum der 25- bis 34-Jährigen mit 6 Tagen gar knapp die TV-Zeit insgesamt, die 5,8 Tage pro Woche beträgt. Ihre wöchentliche Internetnutzungsdauer steigerte sich gegenüber 2007 um 7% auf 13,9 Stunden. Insgesamt sind in den zehn Ländern der Studie rund 178 Mio Menschen online - 5% mehr als 2007. Deutschland belegt dabei mit 43,3 Mio Nutzern die Spitzenposition. Laut der Studie dehnen die Onliner ihre Nutzung vor allem am Wochenende aus: Hierzulande kletterte die Wochenendnutzung binnen Jahresfrist um 8% nach oben - auf 53%. Unter den 25- bis 34-Jährigen stieg die Nutzung um 19%.

 

Was tun die Surfer im Netz?

 

Vor allem Entertainment, Kommunikation, Produktinfos und Lifestyle-Beratung verlagern sich zunehmend ins Netz, so das Fazit der Studie. Am häufigsten nehmen Surfer demnach aber die Websuche in Anspruch (Deutschland wie Europa 84%) sowie Kommunikation via E-Mail (Deutschland: 75%, Europa: 79%). Mit Abstand folgen der Austausch auf Bewertungsplattformen (D: 37%, Europa: 25%) in sozialen Netzwerken (D: 32%, Europa: 41%) und Internetforen (D: 27%, Europa 49%). Bewegt-Bild-Angebote in Form von IPTV, Filmen und Videostreams werden deutschland- wie europaweit zu 27% genutzt.

 

Dabei zeigen sich Surfer besonders an Nachrichten interessiert: Entsprechende Seiten rangieren mit 59% (Deutschland und Europa) noch vor Reiseseiten (D: 55%, Europa: 49%), lokalen Infos (D: 51%, Europa: 49%) und Preisvergleichs-Portalen (D: 50%, Europa: 39%).

 

E-Commerce

 

Innerhalb eines halben Jahres kaufen 36% der deutschen Internetnutzer bis zu 5 Mal via Web ein, jeder Zweite macht sogar mehr als 6 Einkäufe. Hoch in der Gunst liegen dabei Reisetickets (69% der Deutschen) und Urlaubsangebote (68% recherchieren, 28% buchen auch ihren Urlaub). An dritter Stelle folgen Bücher (55%), weiter hinten auch Elektronikartikel, Konzertkarten, Kleidung, CDs, Autos und Mobiltelefone.

 

Der Studie zufolge ziehen Onliner ihre Infos aus dem Netz auch für Offline-Shopping zu Rate: Für Kaufentscheidungen spielen Suchmaschinen für deutsche Surfer mit 70% eine wichtigere Rolle als Verkäufer in Fleisch und Blut (65%). Mit 63% liegen die klassischen Medien wie Zeitungen und Zeitschriften gar noch dahinter. 

 

Wer steckt hinter der Studie?

 

Urheber der Studie ist European Interactive Advertising Association (EIAA), der Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter und Technologiedienstleister. Zu den Mitgliedern gehören AD Europe (Orange, United Internet Media, Libero), die AdLink Group, blinkx, CNN International, Doubleclick, eBay International Advertising, Gruner + Jahr, Lycos Network Europe, Microsoft Advertising, MTV Networks International, die AOL-Tochter Platform-A, Premium Publishers Online, wunderloop und Yahoo Europe. Befragt wurden mehr als 9.000 Internetnutzer in Europa, über 1.000 davon mit Wohnsitz in Deutschland. Die EIAA Mediascope Europe wurde von den Marktforschungsinstituten SPA und Synovate durchgeführt und bereits zum sechsten Mal erhoben. Die Interviews fanden im September 2008 statt. Im nächsten Jahr ist eine Ausweitung auf weitere Länder geplant.

nic

 nic

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.