Buchholz antwortet auf Brandbrief: "Alternativlose Weichenstellung".

 

Buchholz antwortet auf Brandbrief: "Alternativlose Weichenstellung" Der neue Gruner+Jahr-Chef Bernd Buchholz wird seinem Ruf, der ihm in zahlreichen Porträts vorauseilte, schon nach wenigen Tagen im Amt gerecht. Auf einen Brandbrief der Mitarbeiter der G+J-Wirtschaftspresse (kress.de vom 7. Januar 2009), die mit dem geplanten Modell einer Zentralredaktion in Hamburg und seiner Umsetzung nicht einverstanden sind, antwortet Buchholz mit deutlichen Worten. Als "bedauerlich" empfindet Buchholz, dass die Mitarbeiter die Entscheidung, die Kündigungen der Kölner und Münchner G+J-Kollegen "aus sozialen Erwägungen" nicht zum Jahresende auszusprechen, nicht zu würdigen wissen. Im Mitarbeiterbrief hieß es, G+J schaffe es noch nicht einmal, die Kollegen "mit Anstand" zu kündigen. "Nicht nachvollziehbar" sei die Behauptung, die Mitarbeiter aus Köln und München würden künftig zu schlechteren Konditionen als bisher beschäftigt. Dass der Brief der Mitarbeiter publik gemacht worden sei, lasse ihn, Buchholz, zudem daran zweifeln, dass wirklich ein "vertrauensvoller" Austausch mit ihm gesucht werde. Was Buchholz von den Vorwürfen gegen das Management hält - umblättern!

Buchholz antwortet auf Brandbrief:

 

"Alternativlose Weichenstellung"

Der neue Gruner+Jahr-Chef Bernd Buchholz (Foto) wird seinem Ruf, der ihm in zahlreichen Porträts vorauseilte, schon nach wenigen Tagen im Amt gerecht. Auf einen Brandbrief der Mitarbeiter der G+J-Wirtschaftspresse (kress.de vom 7. Januar 2009), die mit dem geplanten Modell einer Zentralredaktion in Hamburg und seiner Umsetzung nicht einverstanden sind, antwortet Buchholz mit deutlichen Worten. Als "bedauerlich" empfindet Buchholz, dass die Mitarbeiter die Entscheidung, die Kündigungen der Kölner und Münchner G+J-Kollegen "aus sozialen Erwägungen" nicht zum Jahresende auszusprechen, nicht zu würdigen wissen. Im Mitarbeiterbrief hieß es, G+J schaffe es noch nicht einmal, die Kollegen "mit Anstand" zu kündigen. "Nicht nachvollziehbar" sei die Behauptung, die Mitarbeiter aus Köln und München würden künftig zu schlechteren Konditionen als bisher beschäftigt. Dass der Brief der Mitarbeiter publik gemacht worden sei, lasse ihn, Buchholz, zudem daran zweifeln, dass wirklich ein "vertrauensvoller" Austausch mit ihm gesucht werde.

 

Die "Maßnahme" - gemeint sind der Umzug, die Einrichtung einer Zentralredaktion und der Personalabbau - seien "unverändert richtig". Unter "ökonomischen wie publizistischen Gesichtspunkten" handele es sich um eine "entscheidende und alternativlose Weichenstellung": "Das ist die einhellige Meinung von Management, Vorstand und Gesellschaftern." Ausdrücklich stellt sich Buchholz hinter die von Mitarbeitern heftig kritisierte Verlagsgeschäftsführerin Ingrid Haas. Gemeinsam mit "FTD"-Chefredakteur Steffen Klusmann werde Haas die Umsetzung "professionell, mit dem nötigen Augenmaß und erfolgreich vorantreiben".

 

Bereits vor wenigen Tagen hatte Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowksi auf den an ihn gerichteten Brief geantwortet - bestimmt, aber deutlich moderater als Buchholz (kress.de vom 9. Januar 2009).

 

Buchholz bittet zum Abschluss des Briefes "herzlich" darum, die Gespräche mit dem Management "konstruktiv" weiterzuführen. Fazit: Im Hause G+J wird es mit dem neuen Boss Buchholz keinen Kuschelkurs geben, so viel lässt sich zwischen den Zeilen lesen. 

 Christian Meier  

 

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