Kunst-Stück: Augsteins "Freitag" startet Anfang Februar.

16.01.2009
 

Kunst-Stück: Augsteins "Freitag" startet Anfang Februar Vor einem halben Jahr hat Jakob Augstein (Foto), 41, die Wochenzeitung "Freitag" übernommen (kress.de vom 26. Mai 2008). Er sagte damals, er wolle den "Freitag" (Untertitel: Die Ost-West-Wochenzeitung, Auflage: ca. 14.000 Exemplare) stärken und weiterentwickeln. Ab dem 5. Februar können sich die Leser ein eigenes Bild machen. Dann erscheint der neue "Freitag". Auch im Netz haben Verleger Augstein, Sohn des "Spiegel"-Gründers Rudolf Augstein,und Chefredakteur Philip Grassmann (zuvor "Süddeutsche", kress.de vom 28. Mai 2008) große Pläne: On- und Offline-"Freitag" sollen künftig gleichberechtigt sein. Jörn Kabisch (zuvor "taz") soll Print und Online verzahnen, er wirkt beim "Freitag" als stellvertretender Chefredakteur. Die Redaktion ist in den vergangenen Monaten von 12 auf 20 fest angestellte Mitarbeiter angewachsen. Als Kulturchef kommt der ehemalige "Netzeitung"-Chef Michael Angele. Der britische "Guardian" konnte als Partner gewonnen werden. Um wirtschaftlich zu überleben, müsse die Zeitung ein Kunststück vollbringen, sagt Grassmann: Sie müsse sich verändern und gleichzeitig treu bleiben. Nur so werde der "Freitag" wachsen können. Neben dem Erscheinungsbild ändert sich auch der Umfang:  Ein neues Ressort namens "Alltag" wird aufgezogen - umblättern.

Kunst-Stück:

 

Augsteins "Freitag" startet Anfang Februar

Vor einem halben Jahr hat Jakob Augstein (Foto), 41, die Wochenzeitung "Freitag"übernommen (kress.de vom 26. Mai 2008). Er sagte damals, er wolle den "Freitag" (Untertitel: Die Ost-West-Wochenzeitung, Auflage: ca. 14.000 Exemplare) stärken undweiterentwickeln. Ab dem 5. Februar können sich die Leser ein eigenes Bild machen. Dann erscheint der neue "Freitag". Auch im Netz habenVerleger Augstein, Sohn des Sohn des "Spiegel"-Gründers Rudolf Augstein, und Chefredakteur Philip Grassmann (zuvor "Süddeutsche", kress.de vom 28. Mai 2008)) große Pläne: On- und Offline-"Freitag" sollen künftig gleichberechtigt sein. Jörn Kabisch (zuvor "taz") soll Print und Online verzahnen, er wirkt beim "Freitag" als stellvertretender Chefredakteur. Die Redaktion ist in den vergangenen Monaten von 12auf 20 fest angestellte Mitarbeiter angewachsen. Als Kulturchef kommt der ehemalige "Netzeitung"-Chef Michael Angele. Der britische "Guardian"konnte als Partner gewonnen werden. Um wirtschaftlich zu überleben,müsse die Zeitung ein Kunststück vollbringen, sagt Grassmann: Sie müssesich verändern und gleichzeitig treu bleiben. Nur so werde der"Freitag" wachsen können.

 

Grassmann und Augstein wollen in einigen Ecken dieBerichterstattung ausbauen: Für Wissens-Themen werden künftig zweiSeiten aufgezogen. Zudem gibt es von Februar an eine achtseitige dritteLage, die "Alltag" heißt. Das neue Ressort führt Susanne Lang, die bisher den Gesellschaftsteil der "taz" verantwortet hat. Zu ihrem "Alltags"-Team gehören auch Tina Veihelmann ("Freitag"), Steffen Kraft (ehemals "Tagesspiegel) und Jan Pfaff ("Zeit","Tagesspiegel"). Im "Alltag" sollen Porträts, große Interviews,Lesestücke und Kolumnen ihr Zuhause finden. Auch Vorabdrucke vonSachbüchern sind geplant.

 

Eine weitere Neuerung ist das "Storyboard". EinIllustrator wird hier jede Woche für den "Freitag" eineBildergeschichte zeichnen, die von einer wahren Begebenheit ausgeht,die er dann aber nach seinen eigenen Vorstellungen verwurstet.

 

Die letzte Seite ist dem "Lexikon der Gegenwart"vorbehalten - mit Ereignissen, Terminen, "ungewöhnlichen Produkten",die von der Redaktion herausgepickt werden. "Mit diesen neuen Seiten möchten wir das anspruchsvolle Angebot desPolitik- und Kulturteils erweitern und abrunden", so Grassmann: Der"Alltag" soll der Platz sein für "intelligente Unterhaltung".

 

Im Internet soll es dabei bleiben, dass alleZeitungsartikel kostenlos online gestellt werden. Dazu kommenOnline-exklusive Artikel.

 

Die bisher anzeigenfreie Zeitung setzt künftig auf Werbeerlöse. Als Geschäftsführer agiert Detlev Hustedt, 44, einst Anzeigenchef bei der "Welt"- Gruppe und der "Woche".

 

Der "Freitag" entstand nach der Wende aus einer Fusion zwischen der in der Bundesrepublik erscheinenden "Volkszeitung" und der DDR-Kulturzeitung "Sonntag".

mb

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