Nikolaus Albrecht gibt Chefposten bei "Vanity Fair" zum Jahresende auf.

 

Ende 2009 geht´s in die USA: Albrecht verlässt "Vanity Fair"-Chefsessel "Vanity Fair"-Chef Nikolaus Albrecht (Foto) gibt die Chefredaktion des Condé Nast-Blattes zum Jahresende auf. Er übernimmt dann, wie es heißt auf eigenen Wunsch, einen neu geschaffenen Posten in New York als US-Korrespondent von "Vogue" und "Vanity Fair". Mit der Suche nach einem neuen Chefredakteur  ist laut Pressemitteilung "ab sofort" die in Paris ansässige Personalberatung Sterling International betraut, die direkt an Europa-Chef Jonathan Newhouse berichtet. "'Vanity Fair' genießt ein stetiges Wachstum und entwickelt sich kontinuierlich. Unter Nikolaus Albrechts Leitung hat das Magazin talentierte Mitarbeiter gewonnen und die Auflage ist auf ein Niveau von 200.000 gestiegen", sagt Newhouse in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Warum der Verlag den Wechsel schon knapp ein Jahr vor der Ablösung ankündigt - unklar. Was Condé Nast in diesem Jahr plant - umblättern! 

Ende 2009 geht´s in die USA:

 

Albrecht verlässt "Vanity Fair"-Chefsessel

"Vanity Fair"-Chef Nikolaus Albrecht (Foto) gibt die Chefredaktion des Condé Nast-Blattes zum Jahresende auf. Er übernimmt dann, wie es heißt auf eigenen Wunsch, einen neu geschaffenen Posten in New York als US-Korrespondent von "Vogue" und "Vanity Fair". Mit der Suche nach einem neuen Chefredakteur  ist laut Pressemitteilung "ab sofort" die in Paris ansässige Personalberatung Sterling International betraut, die direkt an Europa-Chef Jonathan Newhouse berichtet. "'Vanity Fair' genießt ein stetiges Wachstum und entwickelt sich kontinuierlich. Unter Nikolaus Albrechts Leitung hat das Magazin talentierte Mitarbeiter gewonnen und die Auflage ist auf ein Niveau von 200.000 gestiegen", sagt Newhouse in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Warum der Verlag den Wechsel schon knapp ein Jahr vor der Ablösung ankündigt - unklar. 

 

Seinen Brief an die Mitarbeiter beendet Newhouse mit einem kleinen Ausblick auf die Zukunft: "2009 wird der Verlag eine Reihe neuer Magazine launchen: "Wired" in Italien und Großbritannien, das avantgardistische Modemagazin "Love" in Großbritannien und "Glamour" in Japan. Zudem steht der Markteintritt in Bulgarien bevor. Darüber hinaus setzt Condé Nast International die Expansion im Online- und New Media-Sektor fort." Neue Projekte in Deutschland nennt Newhouse nicht.

 

Albrecht war vor seinem Wechsel zu "Vanity Fair" Chefredakteur von "Glamour" in Deutschland. Er hat bereits in den 90ern in New York gelebt und als Journalist gearbeitet. "Vanity Fair" startete im März 2007 und sucht nun bereits den dritten Chefredakteur nach Ulf Poschardt und Nikolaus Albrecht. Zum Jahresende gab Bernd Runge, bis dahin Deutschlandchef des Verlags, seinen Posten auf (kress.de vom 1. Dezember 2008). Ob der Wechsel an der Spitze des Gesellschaftsmagazins im Zusammenhang mit der Personalie Runge steht - ebenfalls unklar.

 

"Vanity Fair" verkaufte im vierten Quartal 2008 196.727 Exemplare pro Ausgabe - ein Plus zum Vorjahr von 4,1%. Die Einzelverkäufe sind allerdings deutlich von 90.172 im Quartal IV/2007 auf 75.828 im Quartal IV/2008 gesunken, die abgeschlossenen Abos bewegen sich seit Frühjahr vergangenen Jahres um die 40.000er Marke. Kein Grund also, die Arbeit von Albrecht als den Durchbruch für "Vanity Fair" zu bezeichnen, denn er trat das Amt erst vor einem Jahr an. Seither verzeichnete die Redaktion eine beträchtliche Zahl von Abgängen. 

 

Die Pariser Headhunting-Agentur, die nun nach einem Nachfolger sucht, fahndet übrigens auch nach einem Nachfolger für Bernd Runge - alles aus einer Hand, gewissermaßen.

 Christian Meier

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