Jakob Augstein will aus der Wochenzeitung "Freitag" ein Mitmach-Medium machen.

 

Jakob Augstein über den neuen "Freitag": "Permanentes Gespräch mit den Lesern" In zwei Wochen, am 5. Februar, ist es vorbei: Dann erscheint die Wochenzeitung "Freitag" in optisch und inhaltlich überarbeiteter Form, und zugleich geht unter www.freitag.de eine völlig umgestaltete Website online. Im Gespräch mit dem kressreport hat Verleger Jakob Augstein (Foto), 41, Details des neuen redaktionellen Konzepts vorgestellt: "Wir sind keine klassische Zeitung mehr, sondern ein Mitmach-Medium", kündigt er an. Er wolle ein "permanentes Gespräch" mit den Lesern führen, allerdings ein moderiertes. Bei "freitag.de" soll eine Community entstehen, die auch Inhalte fürs Blatt liefert. Einen ersten Blick auf die Website gibt es nach dem Umblättern!

Jakob Augstein über den neuen "Freitag":

"Permanentes Gespräch
mit den Lesern"

In zwei Wochen, am 5. Februar, ist es vorbei: Dann erscheint die Wochenzeitung "Freitag" in optisch und inhaltlich überarbeiteter Form, und zugleich geht unter www.freitag.de eine völlig umgestaltete Website online. Im Gespräch mit dem kressreport hat Verleger Jakob Augstein (Foto), 41, Details des neuen redaktionellen Konzepts vorgestellt: "Wir sind keine klassische Zeitung mehr, sondern ein Mitmach-Medium", kündigt er an. Er wolle ein "permanentes Gespräch" mit den Lesern führen, allerdings ein moderiertes. Bei "freitag.de" (siehe den Dummy unten) soll eine Community entstehen, die auch Inhalte fürs Blatt liefert.

 

Die "freitag.de"-Community ist hierachisch gestaffelt: Es gibt einfache Nutzer, Blogger und so genannte Publizisten. Wer auf der Website kommentieren will, muss seine E-Mail-Adresse angeben. Wer unter dem "freitag.de"-Dach ein eigenes Blog anlegen will, muss ein Profil hinterlegen. Verdiente und beliebte Nutzer erhalten den Status des Publizisten. Ihre Beiträge werden auch im gedruckten Medium abgedruckt. Publizisten bekommen dafür ein Honorar. Beiträge der Nutzer werden an speziellen, rot gekennzeichneten Plätzen im Blatt veröffentlicht. Redakteure sorgen durch meinungsstarke Analysen für Input und moderieren das anschließende Gespräch, so Augsteins Konzept. "Wir behalten die Regie, eine ganz freie Community gibt es nicht", sagt er.

 

 

Jakob Augstein, Sohn des "Spiegel"-Gründers Rudolf Augstein, hat den linksintellektuellen "Freitag" (Auflage: knapp 12.000 verkaufte Exemplare) im Juni 2008 gekauft (kress.de vom 26. Mai 2008). Der neue Eigentümer hat bereits angekündigt, dass sich der Umfang des Blattes um ein achtseitiges "Alltag"-Buch vergrößert (kress.de vom 16. Januar 2008). Außerdem will er zwei Wissensseiten einführen und die Auslandsberichterstattung stärken. Die Website soll fortan mehrmals täglich aktualisiert werden, um den Nutzern Anreize für häufigeren Besuch zu bieten. Dabei hilft eine Kooperation mit dem britischen "Guardian", der pro Tag drei bis acht ins Deutsche übersetzte Artikel liefert.

 

Der "Freitag" (in Zukunft: "Der Freitag", Untertitel: "Das Meinungsmedium") wird fortan immer schon donnerstags erscheinen - dann liegt auch die "Zeit" am Kiosk. Der Preis bleibt bei 2,90.

 

Mehr über Jakob Augsteins Projekt lesen Abonnenten im aktuellen kressreport 2/2008.

hk

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.