Hubert Burda: "You get lousy pennies on the web"

 

Hubert Burda auf dem DLD-Kongress: "You get lousy pennies on the web" Verleger Hubert Burda hat auf seinem eigenen Digital-Kongress DLD in München Klartext gesprochen. Während eines Panels zu neuen Geschäftsmodellen im Internet schaltete sich Burda ein, spazierte an den Bühnenrand und sagte, das Anzeigenmodell im Netz funktioniere nicht: "You get lousy pennies on the web." Man müsse nun über neue Einnahmequellen nachdenken. So finanziere beispielsweise eine Website wie Holiday Check die Web-Operation von "Focus Online" mit. Zuvor hatte Techcrunch-Gründer Michael Arrington das Geschäftsmodell Print verdammt. Er finde es absurd, Journalismus auf Papier zu drucken: "Print has to go away". Einen etwas differenzierteren Kurs schlug Guardian Media-Chefin Carolyn McCall ein. Qualitätsjournalismus wie die Berichterstattung aus Krisengebieten finanziere sich nach wie vor durch Print-Erlöse. "Wir müssen nur weiter nach neuen Wegen suchen, Geld zu verdienen." Mehr aus München - umblättern!

 

Hubert Burda auf dem DLD-Kongress:

 

"You get lousy pennies on the web"

Verleger Hubert Burda hat auf seinem eigenen Digital-Kongress DLD in München Klartext gesprochen. Während eines Panels zu neuen Geschäftsmodellen im Internet schaltete sich Burda ein, spazierte an den Bühnenrand und sagte, das Anzeigenmodell im Netz funktioniere nicht: "You get lousy pennies on the web." Man müsse nun über neue Einnahmequellen nachdenken. So finanziere beispielsweise eine Website wie Holiday Check die Web-Operation von "Focus Online" mit. Zuvor hatte Techcrunch-Gründer Michael Arrington das Geschäftsmodell Print verdammt. Er finde es absurd, Journalismus auf Papier zu drucken: "Print has to go away". Einen etwas differenzierteren Kurs schlug Guardian Media-Chefin Carolyn McCall ein. Qualitätsjournalismus wie die Berichterstattung aus Krisengebieten finanziere sich nach wie vor durch Print-Erlöse. "Wir müssen nur weiter nach neuen Wegen suchen, Geld zu verdienen." 

 

Beim insgesamt fünften DLD geht es also mal wieder um alles - die Fragen nach dem Ende von Print, der Zukunft der Medien und der Rolle des Internet. Der Unterschied zu den Kongressen in den vergangenen Jahren: Da gab es die Finanzkrise noch nicht. Sinnigerweise lautet der Titel des DLD auch: New Realities. Die Gästeliste ist wie in den Vorjahren herausragend, unter den Sprechern sind Web-Größen wie Chad Hurley (YouTube) und Marissa Mayer (Google), dazu weitere Dutzend Schwergewichte aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Rund 70% der Teilnehmer kommen aus dem Ausland. Mit dem aufwendigen DLD schreibt Hubert Burda Media schwarze Zahlen, zudem trägt er erheblich zur Imagebildung bei.

Christian Meier 

 

   

Ihre Kommentare
Kopf
Weitere Beiträge zu diesem Thema
Inhalt konnte nicht geladen werden.