Redaktionsstatut von "Capital" gefährdet.

 

Redakteure der G+J-Wirtschaftspresse auf den Barrikaden: "Redaktionelle Unabhängigkeit gefährdet" Der Redaktionsbeirat von "Capital" (Gruner+Jahr-Wirtschaftspresse) sieht die redaktionelle Unabhängigkeit und und die Pressefreiheit des Wirtschaftsmagazins gefährdet. Einem Offenen Brief an Verlagschefin Ingrid Haas zufolge sollen Mitbestimmungsrechte der Redaktion "nicht mehr beachtet" werden: "Zuletzt wurde der Beirat bei der Berufung des stellvertretenden Chefredakteurs von ,Capital' und bei der Änderung der Eigentums- und Besitzverhältnisse weder informiert noch gehört." Dies schreibe aber das 1975 zwischen dem damaligen Chefredakteur Johannes Gross und dem damaligen G+J-Boss Manfred Fischer sowie der "Capital"-Redaktion abgeschlossene Redaktionsstatut vor. Der dreiköpfige Beirat: "Mit Entsetzen stellen wir fest, dass die strikte Trennung zwischen Verlag und Redaktion - bisher eherner Grundsatz bei ,Capital' - offenbar nicht mehr gilt." Mehr aus dem Brief - umblättern!

 

Redakteure der G+J-Wirtschaftspresse auf den Barrikaden:

 

"Redaktionelle Unabhängigkeit gefährdet"

Der Redaktionsbeirat von "Capital" (Gruner+Jahr-Wirtschaftspresse) sieht die redaktionelle Unabhängigkeit und und die Pressefreiheit des Wirtschaftsmagazins gefährdet. Einem Offenen Brief an Verlagschefin Ingrid Haas zufolge sollen Mitbestimmungsrechte der Redaktion "nicht mehr beachtet" werden: "Zuletzt wurde der Beirat bei der Berufung des stellvertretenden Chefredakteurs von ,Capital' und bei der Änderung der Eigentums- und Besitzverhältnisse weder informiert noch gehört." Dies schreibe aber das 1975 zwischen dem damaligen Chefredakteur Johannes Gross und dem damaligen G+J-Boss Manfred Fischer sowie der "Capital"-Redaktion abgeschlossene Redaktionsstatut vor. Der dreiköpfige Beirat: "Mit Entsetzen stellen wir fest, dass die strikte Trennung zwischen Verlag und Redaktion - bisher eherner Grundsatz bei ,Capital' - offenbar nicht mehr gilt."

 

Bei der Neukonzeptionierung des Heftes, die derzeit der neue Chefredakteur Steffen Klusmann ("FTD") vornimmt, werden laut Beirat "weder die aktuelle Redaktion noch der Beirat einbezogen". Die laufende Produktion des Heftes sei gefährdet, weil die Redakteure nicht im klaren darüber seien, ob sie weiterhin bei G+J beschäftigt sein werden. Nur ein Bruchteil der Kollegen werde offenbar in die neue Zentralredaktion der G+J-Wirtschaftsitel nach Hamburg mitgenommen.

 

Verlagsleiterin Haas habe das Redaktionsstatut laut den Verfassern des Briefes "ein Instrument aus den 70ern" genannt. Der Beirat bittet nun, diese Auffassung noch einmal zu überdenken. Die Erfahrung des Gremiums könne bei der neuorganisation der Wirtschaftspresse hilfreich sein.

 

Christian Meier 

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