Würtenberger stellt Axel Springer Media Impact vor.

 

Peter Würtenberger über Vermarkter Axel Springer Media Impact: "Wir sind bereit, uns messen zu lassen" Axel Springer hat die Herkulesaufgabe, alle nationalen Medienangebote in eine Vermarktungsorganisation zu integrieren, abgeschlossen (kress.de vom 3. September 2008). Chief Marketing Officer Peter Würtenberger (Foto) stellte das Konzept jetzt erstmals der Fachpresse vor. Die wichtigsten Kennzeichen von Axel Springer Media Impact (ASMI), das über 50 Print- und Online-Angebote bündelt: Kunden und die entsprechenden Mediaagenturen werden nun von einem Key Account Manager betreut, der Buchungen in allen Medienangeboten koordiniert. Ein Rabattmodell unterscheidet wie bei einer Fluglinie zwischen flexiblen Buchungsmöglichkeiten (relativ wenig Rabatt bei größtmöglicher Freiheit für den Kunden) und einem Fix-Tarif (feste Verabredungen über Buchungsvolumina bei höheren Rabatten). Ein ganz besonderes Schmankerl gibt es für Kunden aus der FMCG-Industrie: Basierend auf Abverkaufszahlen eines in "Bild" oder "Bild am Sonntag" beworbenen Produktes bietet man leistungsbezogene Rückvergütungen an. "Wir sind bereit, uns messen zu lassen", sagt Würtenberger. Umblättern!

Peter Würtenberger über Axel Springer Media Impact:

 

"Wir sind bereit, uns messen zu lassen"

Axel Springer hat die Herkulesaufgabe, alle nationalen Medienangebote in eine Vermarktungsorganisation zu integrieren, abgeschlossen (kress.de vom 3. September 2008). Chief Marketing Officer Peter Würtenberger (Foto) stellte das Konzept jetzt erstmals der Fachpresse vor. Die wichtigsten Kennzeichen von Axel Springer Media Impact (ASMI), das über 50 Print- und Online-Angebote bündelt: Kunden und die entsprechenden Mediaagenturen werden nun von einem Key Account Manager betreut, der Buchungen in allen Medienangeboten koordiniert. Ein Rabattmodell unterscheidet wie bei einer Fluglinie zwischen flexiblen Buchungsmöglichkeiten (relativ wenig Rabatt bei größtmöglicher Freiheit für den Kunden) und einem Fix-Tarif (feste Verabredungen über Buchungsvolumina bei höheren Rabatten). Ein ganz besonderes Schmankerl gibt es für Kunden aus der FMCG-Industrie: Basierend auf Abverkaufszahlen eines in "Bild" oder "Bild am Sonntag" beworbenen Produktes bietet man leistungsbezogene Rückvergütungen an. "Wir sind bereit, uns messen zu lassen", sagt Würtenberger.

 

Die Integration aller Medianangebote wurde bereits unter Würtenbergers Vorgänger Philipp Welte angegangen, der zunächst die Zeitschriften und die "Bild"-Gruppe unter ein Vermarktungs-Dach brachte. Wo zuvor ein Durcheinander verschiedener Vermarkter mit unterschiedlichen Ansprechpartnern herrschte, gibt es jetzt klare Zuordnungen und eine Zweiteilung im ASMI-Organigramm zwischen Marken ("Bild"-Gruppe, "Welt"-Gruppe, Zeitschriften) und Markt (Sales, Nationaler Handel, Digital- und Crossmedia-Sales).

 

Würtenberger erwartet mittelfristig eine Verschiebung von Werbespendings zu taktischen, also abverkaufsfördernden Medien wie Tageszeitungen und Plakat. Als strategische Ziele gibt Würtenberger aus: Den intramedialen Wettbewerb gewinnen, im intermedialen Wettbewerb wachsen und Zukunftsmärkte wie Online und Mobil entwickeln.

 

Durch die Zusammenlegung steht Springer mit einem Werbevolumen von mehr als einer Mrd Euro als größter nationaler Vermarkter vor Gruner+Jahr und Burda. Ein erklärtes Ziel von Würtenberger ist, den Umsatz mit Kunden aus der FMCG (Fast Moving Consumer Goods, also schnelldrehende Produkte wie Schokolade, Kaugummis, Arznei, elektronische Geräte)-Branche und Getränkeindustrie deutlich zu steigern. Über ein ROI-Modell (Return on Investment) wird es für Kunden aus diesen Branchen leistungsbezogene Rückvergütungen geben. Mit Hilfe von Sales-Modelling, einem Tool, das Werbewirkung erfasst, sollen die Kunden überzeugt werden, Springer-Medien in ihren Mediaplan aufzunehmen und nicht nur in die TV-Vermarktung zu gehen. Bisher machen "Bild" und "BamS" nur 8% ihrer Werbeumsätze mit FMCG-Werbung.

 

Im Internet sieht Springer sich mit kumulierten 1,4 Mrd Page Impressions als Marktführer in der Online-vermarktung. Online und Mobil wachse zusammen, so Würtenberger. Darum setze man hier einen strategischen Schwerpunkt für die nächsten Jahre. ASMI werde sich langfristig zu einem 360-Grad-Vermarkter entwickeln.

 

Als Berater ist übrigens ein alter Bekannter an Bord: Thomas Huber, 41, ehemals Kommunikationschef von BBDO Deutschland und Leiter der G+J-Öffentlichkeitsarbeit, gibt Springer sachdienliche Hinweise in Sachen "strategische Markenführung". 2006 gründete Huber die Unternehmensberatung semanticom in Berlin. 

Christian Meier  

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