Mit Ruzicka auf der Anklagebank: Verfahren gegen Kernebeck eröffnet.

18.02.2009
 nk
 

Mit Ruzicka auf der Anklagebank: Verfahren gegen Kernebeck eröffnet Auf der Anklagebank wird’s eng: Anfang der Woche hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt die Anklage gegen den Ex-Carat-Geschäftsführer Heinrich Kernebeck zugelassen. Wie dem Angeklagten Ex-Aegis-Chef Aleksander Ruzicka, der sich Herbst 2007 vor dem Landgericht Wiesbaden verantworten muss, wird Kernebeck Untreue zum Nachteil der Unternehmensgruppe Aegis Media vorgeworfen. Das Gericht in Wiesbaden hatte die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen Kernebeck abgelehnt mit der Begründung, es sei nicht erkennbar, dass er eine ihm obliegende Vermögensbetreuungspflicht verletzt habe (kress.de vom 16. November 2007). Das sieht das OLG anders: Auch Kernebeck sei als Geschäftsführer des Tochterunternehmens Carat hinreichend tatverdächtig. Ob er als Mittäter oder nur wegen Beihilfe verantwortlich sei, werde die Hauptverhandlung zeigen. Die Entscheidung ist nicht anfechtbar.

 

Mit Ruzicka auf der Anklagebank:

 

Verfahren gegen Kernebeck eröffnet

Aegis MediaAuf der Anklagebank wird’s eng: Anfang der Woche hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt die Anklage gegen den Ex-Carat-Geschäftsführer Heinrich Kernebeck zugelassen. Wie dem  Ex-Aegis-Chef Aleksander Ruzicka, der sich Herbst 2007 vor dem Landgericht Wiesbaden verantworten muss, wird Kernebeck Untreue zum Nachteil der Unternehmensgruppe Aegis Media vorgeworfen. Das Gericht in Wiesbaden hatte die Eröffnung eines Hauptverfahrens gegen Kernebeck abgelehnt - mit der Begründung, es sei nicht erkennbar, dass er eine ihm obliegende Vermögensbetreuungspflicht verletzt habe (kress.de vom 16. November 2007). Das sieht das OLG anders: Auch Kernebeck sei als Geschäftsführer des Tochterunternehmens Carat hinreichend tatverdächtig. Ob er als Mittäter oder nur wegen Beihilfe verantwortlich sei, werde die Hauptverhandlung zeigen. Die Entscheidung ist nicht anfechtbar.

 

Das Verfahren gegen Kernebeck wurde vor derselben Strafkammer eröffnet, vor der auch die Verhandlung gegen Ruzicka stattfindet. Hintergrund: Ruzicka soll Aegis Media zusammen mit drei Komplizen rund 50 Mio Euro unterschlagen haben. Ruzicka sitzt wegen dringenden Tatverdachts und Fluchtgefahr seit Oktober 2006 in Untersuchungshaft - der Antrag auf Haftentlassung wurde mehrfach abgelehnt. Noch im Oktober beteuerte Ruzicka in einer Aussage vor Gericht seine Unschuld: Er habe stets im Interesse des Unternehmens gehandelt (kress.de vom 26. Oktober 2008). Der jetzige Aegis-Chef Andreas Bölte hatte ihn zuvor mit seiner Aussage schwer belastet (kress.de vom 5. August 2008). Neben Ruzicka muss sich auch der Ex-Aegis-Manager David Linn in dem Fall vor dem Wiesbadener Gericht verantworten.

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