Der kress-Quotencheck: Bohlen drängt Raab aus der Bahn.

08.03.2009
 rs
 

Der kress-Quotencheck (Freitag, Samstag): Bohlen drängt Raab aus der Bahn Raab geschlagen: Das Duell Rodler gegen Jodler ging eindeutig zu Gunsten vom RTL aus. Mit 3,48 Mio jungen Fans für "Deutschland sucht den Superstar" ließen die Kölner der "TV Total Wok-WM" auf ProSieben keine Chance. Die rasante Dauerwerbesendung wollten diesmal nur 1,77 Mio Werberelevante sehen – im Vorjahr alberten noch 2,20 Mio Jüngere mit. Der Marktanteil sank damit von 21,5% im Vorjahr auf jetzt vergleichsweise bescheidene 16,3%. Zum Vergleich: Sowohl die eigentliche "DSDS"-Show zur Primetime als auch "Deutschland sucht den Superstar – Die Entscheidung" um 23:30 Uhr kratzten mit 29,9% bzw. 28,0% jeweils an der 30-Prozent-Marke. Am Freitag hatte dagegen ProSieben die Nase vorn: Hier wurde Bully Herbigs Klamaukkomödie "Der Schuh des Manitu – Extra Large" mit 2,68 Mio jüngeren Fans Tagessieger in der Werbezielgruppe (Marktanteil: 21,8%). Ein starkes Comeback erlebte auch RTL-Starkomiker Mario Barth, der jetzt in seiner eigenen Sendung "Willkommen bei Mario Barth" auch Gäste empfangen darf: 2,64 Mio Werberelevante bescherten der Comedyshow einen starken Auftakt-Marktanteil von 20,9%. Wie bedrohlich das Quotenloch unter der Sat.1-"Schillerstraße" gähnt und wie erfolgreich RTL II Untote reaktivierte, erfahren Sie nach dem Klick.

Der kress-Quotencheck (Freitag, Samstag):

 

Bohlen drängt Raab aus der Bahn

DSDSRaab geschlagen: Das Duell Rodler gegen Jodler ging eindeutig zu Gunsten vom RTL aus. Mit 3,48 Mio jungen Fans für "Deutschland sucht den Superstar" ließen die Kölner der "TV Total Wok-WM" auf ProSieben keine Chance. Die rasante Dauerwerbesendung wollten diesmal nur 1,77 Mio Werberelevante sehen – im Vorjahr alberten noch 2,20 Mio Jüngere mit. Der Marktanteil sank damit von 21,5% im Vorjahr auf jetzt vergleichsweise bescheidene 16,3%. Zum Vergleich: Sowohl die eigentliche "DSDS"-Show zur Primetime als auch "Deutschland sucht den Superstar – Die Entscheidung" um 23:30 Uhr kratzten mit 29,9% bzw. 28,0% jeweils an der 30-Prozent-Marke. Am Freitag hatte dagegen ProSieben die Nase vorn: Hier wurde Bully Herbigs Klamaukkomödie "Der Schuh des Manitu – Extra Large" mit 2,68 Mio jüngeren Fans Tagessieger in der Werbezielgruppe (Marktanteil: 21,8%). Ein starkes Comeback erlebte auch RTL-Starkomiker Mario Barth, der jetzt in seiner eigenen Sendung "Willkommen bei Mario Barth" auch Gäste empfangen darf: 2,64 Mio Werberelevante bescherten der Comedyshow einen starken Auftakt-Marktanteil von 20,9%.

 

Die Quoten vom Freitag:

 

Der überarbeitete Comedy-Freitag auf RTL begann auch diesmal mit dem Klassiker: "Wer wird Millionär?" wurde dank seiner 5,87 Mio Gesamtzsuchauer zwar wie üblich Reichweitensieger. Bei den Jüngeren machte sich der "Bully"-Effekt allerdings deutlich bemerkbar: Statt 2,00 Mio wie in der Vorwoche erfreuten sich diesmal nur mehr 1,83 Mio Jüngere an Günther Jauchs Grimassen (Marktanteil: 15,4%). Nach Mario Barths erfolgreichem Einstand erzielte die neu gestartete Comedysendung "Kayas Deutschlandtour" ebenfalls recht erfreuliche Werte. 1,78 Mio Werberelevante verschafften ihr einen deutlich überdurchschnittlichen Marktanteil von 17,9%.

 

ProSieben heizte im Anschluss an Bullys Indianerspäße die Vorfreude auf die große Samstagabendshow an: "Die TV total Wok-WM – Das Qualifying" wollten 1,45 Mio Jüngere sehen (Marktanteil: 15,4%). 

 

Die geballte Amüsierfreudigkeit von RTL und ProSieben ließ dagegen Sat.1 komplett das Lachen vergehen: Mit nur 1,24 Mio jungen Fans erzielte die "Schillerstraße" nicht nur einen eindeutig unterdurchschnittlichen Marktanteil von nur 10,3%, sondern den bislang schlechtesten Wert nach dem zunächst so vielversprechenden Neustart. Statt der ausgemusterten Showreihe "Mister Perfect – Der Männertest" (letzter Marktanteil: 4,5%) hatten die Berliner eine Extrafolge von "Ladykracher" ins Rennen geschickt – und dies ebenfalls mit recht mauem Erfolg: Da sich hierfür nur 830.000 Jüngere begeistern konnten, sprang um 21:15 Uhr auch nicht mehr als ein mickriger Marktanteil von 6,5% raus. 

 

Die Butter vom Brot stiebitzen ließ sich Sat.1 ausgerechnet vom Zweitligisten RTL II: Der hatte zur besten Sendezeit den Sarkophagdeckel geöffnet – zur Freude von 1,39 Mio Werberelevanten. Der Blockbuster "Die Mumie kehrt zurück" erzielte so einen für RTL II-Verhältnisse sensationellen Marktanteil von 11,5%. Zum Vergleich: Der aktuelle Februar-Schnitt liegt bei 6,2%. 

 

Für die Primetime-Wertung weitestgehend abgemeldet war dagegen Vox: Das Mel-Gibson-Vehikel "Kopfgeld – Einer muss bezahlen" wollten nur 690.000 14- bis 49-Jährige sehen (Marktanteil: 5,6%). Kabel eins konnte dagegen mit frischer Mystery-Ware überdurschnittliche Werte erzielen: "Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits" fand 0,91 Mio jüngere Fans (Marktanteil: 7,6%). Für die Krimiserie "Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen" interessierten sich um 21:15 Uhr 740.000 Jüngere (Marktanteil: 5,7%). 

 

Bei den Öffentlich-Rechtlichen schließlich hatte die ARD zunächst die Nase vorn: 4,34 Mio Gesamtzuschauer, darunter 0,90 Mio Jüngere, wollten die neue Folge "Abschied von Oma" aus der "Familie Sonnenfeld"-Spielfilmreihe sehen. "Kommissar Stolberg" im ZDF fand um 20:15 Uhr 4,31 Mio Krimifans, darunter 760.000 Werberelevante. Für den neuen Fall der "SOKO Leipzig" interessierten sich um 21:15 Uhr dann aber 4,74 Mio Gesamtzuschauer, darunter immerhin 910.000 Jüngere.

 

Bei den Tagesmarktanteilen (14- bis 49-Jährige) vom Freitag siegte RTL mit unterdurchschnittlichen 16,3%. ProSieben kam auf 13,3%, Sat.1 auf nur 10,2%. 

 

Die Quoten vom Samstag:

 

Mit seinen 3,48 Mio jungen Fans konnte sich die RTL-Samstagabendshow "DSDS" gegenüber der Vorwoche sogar geringfügig verbessern: Damals zitterten 3,43 Mio Jüngere der Auswahlentscheidung entgegen. Vom Klammergriff durch die Primetime-Show und die späte Auflösung um 23:30 Uhr profitierten erneut die RTL-Comedysendungen dazwischen: "4 Singles" kam mit 1,78 Mio jungen Fans auf einen Marktanteil von 16,3%. Das Versteckte-Kamera-Format "Böse Mädchen" erzielte dank seiner 1,97 werberelevanten Voyeure einen strahlenden Schnitt von 20,2%. 

 

Nach dem letztlich doch recht ermüdenden Wok-Marathon auf ProSieben blieben zur vorgerückten Stunde nicht mehr sehr viele Fans für den Mitternachtsfilm wach: Die Komödie "Nicht noch ein Teenie-Film!" fand nur mehr 830.000 werberelevante Zuschauer, der Marktanteil sackte auf 15,1% ein.

 

Als Kontrastprogramm zum Show-Klamauk von ProSieben und RTL gedacht, konnte der Sat.1-Spielfilm "Die Maske des Zorrors" kaum einen Stich platzieren. Mit 1,99 Mio Zuschauern ab 3 Jahren verfehlte er auch beim Gesamtpublikum seine Wirkung (Marktanteil dort: 6,6%). Bei den etwas Jüngeren kam er mit nur 1,03 Mio Zuschauern auf einen schwachen Schnitt von 8,9%.

 

Für RTL II-Verhältnisse fast berauschend lief dagegen der Horrorfilm "Das Haus der Verdammten": Die preiswert produzierte Stephen-King-Verfilmung erzielte mit 880.000 jüngeren Fans einen überdurchschnittlichen Marktanteil von 8,2%. Damit lief's für RTL II erneut deutlich besser als für die Vox-Kollegen: Hier verpasste die Liebeskomödie "Ein Mann für eine Saison" den Anschluss an die Spitzengruppe: Mit nur 0,59 Mio jungen Zusehern war nicht mehr als ein rundum enttäuschender Marktanteil von 5,1% drin. Unterdurchschnittlich blieb auch im Anschluss das Magazin "Süddeutsche Zeitung TV", das nur 570.000 Werberelevante sehen wollten (Marktanteil: 5,4%).

 

Lachender Dritter im Gerangel der Kleineren war kabel eins: Hier lief mit "James Bond 007 – Leben und sterben lassen" ein attraktiver Klassiker, der prompt 780.000 Jüngere in seinen Bann schlug. Der Marktanteil lag mit 6,7% natürlich deutlich über Senderschnitt (Februar-Wert: 5,9%).

 

Licht und Schatten bei den Öffentlich-Rechtlichen: Die ARD stellte mit der "Tagesschau" zwar den Reichweitensieger (6,83 Mio Gesamtzuschauer), dürfte aber mit dem Abschneiden des "Musikantenstadls" nicht hundertprozentig zufrieden sein. Unter dem Gesamtpublikum von 5,61 Mio fanden sich nämlich nur 310.000 Werberelevante (Marktanteil: 2,7%). Und in der Altersklasse ab 3 Jahren kam der Schunkelshow der gute ZDF-Krimi "Unter Verdacht" mit 5,17 Mio Zuschauern verdächtig nahe. Hier lag der etwas jüngere Schnitt bei beachtlichen 8,6%: Mit 0,99 Mio Werberelevanten verpasste der Film nur knapp die magische Millionengrenze. 

 

16,7% reichten RTL am hart umkämpften Samstag zum Sieg bei den Tagesmarktanteilen. Damit lag der Programmtag allerdings nur 0,1% Prozentpunkte über dem Februarschnitt. ProSieben kam auf 12,4%, Sat.1 auf sehr schwache 8,3%.

Rupert Sommer

 

 rs

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.