Grosso legt neues Angebot vor.

 

Presse-Grosso verteidigt neue Konditionen:  "Systemkonform und ausgewogen" Im verzwickten Verhandlungspoker um neue Konditionen im Vertrieb von Zeitschriften hat der Bundesverband Presse Grosso (BVPG) noch einmal Stellung bezogen. Die neuen Konditionen sähen "deutlich niedrigere Vertriebspreise und zusätzliche Power für das Vertriebsmarketing" vor, so der BVPG in einer Mitteilung. Man unterstütze die Verlage bei der Reduzierung ihrer Vertriebskosten mit einem Betrag in "deutlich zweistelliger" Mio-Höhe. Sowohl hochauflagige Wochentitel wie umsatzstarke Montatszeitschriften (genannt werden u.a. "Geo" und "Landlust") würden von den neuen Konditionen profitieren. Gruner+Jahr lehnte die vorgelegten Konditionen bisher ab, weil sie beispielsweise Monatstitel benachteiligten (kress.de vom 3. März 2009). "Kein Titel wird schlechter gestellt", sagt dagegen BVPG-Geschäftsführer Kai-Christian Albrecht (Foto) gegenüber kress. Neue Abschlüsse seien mit dem FAZ Verlag, Olympia Verlag ("kicker"), Zeit-Verlag und dem Zenit Pressevertrieb zu verzeichnen. Mit G+J und mit der Bauer Media Group habe man sich aber nach wie vor nicht geeinigt, so Albrecht. Ein neues Angebot habe man den Kritikern der neuen Konditionen nicht gemacht. Mit der am Dienstag vormittag versendeten Pressemitteilung will der Verband offenbar noch einmal deutlich machen, dass er sich den Vorwurf der Diskriminierung einzelner Titel nicht zu eigen macht. Die Hintergründe - bitte blättern!

Presse-Grosso verteidigt neue Konditionen:

 

"Systemkonform und ausgewogen"

Im verzwickten Verhandlungspoker um neue Konditionen im Vertrieb von Zeitschriften hat der Bundesverband Presse Grosso (BVPG) noch einmal Stellung bezogen. Die neuen Konditionen sähen "deutlich niedrigere Vertriebspreise und zusätzliche Power für das Vertriebsmarketing" vor, so der BVPG in einer Mitteilung. Man unterstütze die Verlage bei der Reduzierung ihrer Vertriebskosten mit einem Betrag in "deutlich zweistelliger" Mio-Höhe. Sowohl hochauflagige Wochentitel wie umsatzstarke Montatszeitschriften (genannt werden u.a. "Geo" und "Landlust") würden von den neuen Konditionen profitieren. Gruner+Jahr lehnte die vorgelegten Konditionen bisher ab, weil sie beispielsweise Monatstitel benachteiligten (kress.de vom 3. März 2009).

 

"Kein Titel wird schlechter gestellt", sagt dagegen BVPG-Geschäftsführer Kai-Christian Albrecht (Foto) gegenüber kress. Neue Abschlüsse seien mit dem FAZ Verlag, Olympia Verlag ("kicker"), Zeit-Verlag und dem Zenit Pressevertrieb zu verzeichnen. Mit G+J und mit der Bauer Media Group habe man sich aber nach wie vor nicht geeinigt, so Albrecht. Ein neues Angebot habe man den Kritikern der neuen Konditionen nicht gemacht. Mit der am Dienstag vormittag versendeten Pressemitteilung will der Verband offenbar noch einmal deutlich machen, dass er sich den Vorwurf der Diskriminierung einzelner Titel nicht zu eigen macht. 

 

"Eine Diskriminierung einzelner Verlage oder Zeitschriften findet nicht statt", stellt der BVPG fest, die Regelungen seien "systemkonform und ausgewogen": "Mittelständische Verlage, Großverlage und Nationaldistributoren mit jeweils sehr unterschiedlichen Sortimentsstrukturen bewerten den neuen Konditionen- und Leistungsrahmen positiv." Jüngst hatten sich auch kleine Verlage und Vertriebspartner beschwert, sie würden mit ihren kleinen Auflagen gegenüber größeren Partnern übervorteilt (kress.de vom 6. März 2009). 

 

Der BVPG weist in seiner Mitteilung noch einmal darauf hin, wie wichtig ein Grosso sei, das alle Verlage und damit alle Titel gleich behandele und damit gleiche Voraussetzungen für den Erfolg am Kiosk schaffe. Großverlage wie etwa Springer oder Bauer würden das Grosso gerne ein wenig mehr fordern, beziehungsweise als Großverlage für ihre Titel eine Besserbehandlung zum Beispiel bei der Platzierung am Kiosk erreichen. Während sich Springer mit dem Grosso bereits über neue Konditionen verständigt hat (kress.de vom 2. März 2009), steht eine solche Einigung mit Bauer noch aus (kress.de vom 12. Januar 2009).

 

Das Hamburger Verlagshaus will nach britischem Vorbild mehr Wettbewerb beim Grosso erreichen. Bisher arbeiten die 73 Grossisten quasi als Monopolisten für die Verlage. Das britische Modell als Vorbild lehnt das Grosso ab: "Anders als in Großbritannien beteiligen die deutschen Presse-Grossisten den Einzelhandel nicht an den Logistikkosten. Dadurch bleibt die Überallerhältlichkeit von Presse auch in dünn besiedelten Gebieten gewährleistet."

 

Die Grossisten selber bemühen sich, ihre Beweglichkeit gegenüber dem veränderten Markt herauszustreichen. In der Mitteilung heißt es: "Das Presse-Grosso begegnet der anhaltend rückläufigen Absatz- und Umsatzentwicklung bei gleichzeitig steigenden Personal-, Energie- und Transportkosten durch Rationalisierungen in marktfernen Bereichen, Kooperationen sowie Zusammenschlüsse." Großverlage hatten den Grossisten mangelnde Flexibilität vorgeworfen.

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