Frisches Blut für alte Tante: Wolfgang Büchner wird dpa-Chefredakteur.

10.03.2009
 nk
 

Frisches Blut für alte Tante:  Wolfgang Büchner wird dpa-Chefredakteur Wolfgang Büchner (Foto), 42, derzeit Chefredakteur von "Spiegel Online", wird spätestens Anfang 2010 Chefredakteur der Nachrichtenagentur dpa. Das hat der dpa-Aufsichtsrat heute festgezurrt. Büchner folgt auf Wilm Herlyn, 64, der nach 19 Jahren altersbedingt aus dem Amt scheidet. Die Personalie kommt ziemlich überraschend: Büchner hatte seinen Posten als Teil der "SpOn"-Doppelspitze neben Rüdiger Ditz erst im Mai 2008 eingenommen (kress.de vom 26. Mai 2008).

Frisches Blut für alte Tante:

 

Wolfgang Büchner wird dpa-Chefredakteur

Wolfgang Büchner (Foto), 42, derzeit Chefredakteur von "Spiegel Online", wird spätestens Anfang 2010 Chefredakteur der Nachrichtenagentur dpa. Das hat der dpa-Aufsichtsrat heute festgezurrt. Büchner folgt auf Wilm Herlyn, 64, der nach 19 Jahren altersbedingt aus dem Amt scheidet. Die Personalie kommt ziemlich überraschend: Büchner hatte seinen Posten als Teil der "SpOn"-Doppelspitze neben Rüdiger Ditz erst im Mai 2008 eingenommen (kress.de vom 26. Mai 2008).

 

Noch im Februar hatten Büchner und Ditz im kress-Interview gemeinsam große Pläne für "Spiegel Online" geschmiedet (kress.de vom 20. Februar 2009). Mit seinen Kenntnissen aus der digitalen Welt soll Büchner der dpa wohl bei der Verjüngung helfen. "Wir freuen uns, mit Herrn Büchner nicht nur einen äußerst versierten und erfahrenen Journalisten für die Spitze der dpa-Redaktion gefunden zu haben, sondern auch einen profunden Kenner der neuen, digitalen Medienwelt. Mit ihm wird es gelingen, die Herausforderungen, die sich aus der bevorstehenden Konvergenz der Medien ergeben, erfolgreich und zum Wohl der Kunden der dpa zu meistern", so Karlheinz Röthemeier, Vorsitzender des dpa-Aufsichtsrats.

 

Der prominente Neuzugang dürfte das Image der dpa ein wenig aufpolieren. Ende 2008 kündigte die WAZ Gruppe den Vertrag mit der Nachrichtenagentur, weitereVerlage drohten mit der Kündigung (kress.de vom 31. Oktober 2008). Die geplante Zentralisierung der Redaktionen in Berlin rief viele Kritiker auf den Plan (kress.de vom 11. Februar 2009).

 

Das Agentur-Geschäft ist Büchner nicht fremd: Nach dem Studium arbeitete er bereits acht Jahre für die Nachrichtenagenturen Associated Press und Reuters.

nk

 nk

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.