"Bild der Frau" übernimmt Produktion der Zeitschrift "Frau von Heute".

 

Springer legt wieder Redaktionen zusammen: "Bild der Frau" nimmt "Frau von Heute" unter ihre Fittiche Axel Springer löst die Redaktion der Zeitschrift "Frau von Heute" in Hamburg auf: Das Team der großen "Bild der Frau" wird ab Mai auch für die kleine Schwester verantwortlich sein. Sandra Immoor, Chefredakteurin der "Bild der Frau", leitet in Zukunft beide Titel. Bei "Frau von Heute" löst sie Christian Personn ab. Springer verkauft den Schritt als Maßnahme zur Qualitätssteigerung, "von der vor allem 'Frau von Heute' profitieren wird". Tatsächlich dürften wirtschaftliche Motive im Vordergrund stehen - "Frau von Heute" hat zuletzt rapide an Auflage verloren. Während die 20-köpfige "Frau von Heute"-Redaktion aufgelöst wird, will Springer die "Bild der Frau"-Redaktion aufstocken. In Summe werden aber Jobs verloren gehen: Ein Springer-Sprecher sagt zu kress, man plane "geringe Anpassungen im Personalbereich". Weitere Hintergründe - umblättern!

Springer legt wieder Redaktionen zusammen:

 

"Bild der Frau" nimmt "Frau von Heute" unter ihre Fittiche"

Axel Springer löst die Redaktion der Zeitschrift "Frau von Heute" in Hamburg auf: Das Team der großen "Bild der Frau" wird ab Mai auch für die kleine Schwester verantwortlich sein. Sandra Immoor, Chefredakteurin der "Bild der Frau", leitet in Zukunft beide Titel. Bei "Frau von Heute" löst sie Christian Personn ab. Springer verkauft den Schritt als Maßnahme zur Qualitätssteigerung, "von der vor allem 'Frau von Heute' profitieren wird". Tatsächlich dürften wirtschaftliche Motive im Vordergrund stehen - "Frau von Heute" hat zuletzt rapide an Auflage verloren. Während die 20-köpfige "Frau von Heute"-Redaktion aufgelöst wird, will Springer die "Bild der Frau"-Redaktion aufstocken. In Summe werden aber Jobs verloren gehen: Ein Springer-Sprecher sagt zu kress, man plane "geringe Anpassungen im Personalbereich". Die Positionierung und der eigenständige Charakter beider Titel sollen laut Springer erhalten bleiben.

 

Der Verlag startete "Frau von Heute"  2003 als Reaktion auf  "Frau im Trend", einen Titel, mit dem Burda wiederum Springers Primadonna "Bild der Frau" attackiert hatte. Später griff auch Bauer mit "Alles für die Frau" in den Kampf der "Bild der Frau"-Billigklone ein. Von den drei Titeln ist "Frau von Heute" am schwächsten und hat zuletzt am meisten Auflage verloren: Sie sank im vierten Quartal 2008 auf 213.604 verkaufte Exemplare - das bedeutet einen Verlust um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr.

 

Springer hat bei den Programmies bereits mit ähnlichen Schritten auf sinkende Auflagen und Anzeigenkrise reagiert: Zuletzt wurde bekannt, dass die Mantelredaktionen von wöchentlichen und 14-täglichen Titel zusammenziehen (kress.de vom 1. April 2009).

Henning Kornfeld

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