Steffen Klusmann spricht über Veränderungen bei "Capital" und "Impulse".

 

Steffen Klusmann über das neue "Capital": Zugang zum Chef mit "Miss Moneypenny" Neue Formate, modifiziertes Layout, dickerer Unternehmensteil: Das sind einige der Änderungen, die Steffen Klusmann (Foto)  für das G+J-Wirtschaftsmagazin "Capital" plant. In der Maiausgabe (EVT. 23. April) sollen sie erstmals sichtbar sein. Klusmann, Sprecher des Chefredakteur-Kollegiums der G+J-Wirtschaftspresse sowie "FTD"- und "Capital"-Chefredakteur, ersetzt den schwergängigen Meinungsteil am Heftbeginn durch das kleinteiliger angelegte Ressort "Capitalisten“ mit Personalmeldungen und "personalisierten Formaten“. Dazu zählt z.B. "Unsere Besten“, wo Ereignisse aus der Wirtschaftswelt in Form einer Art Oscar-Verleihung aufgespießt und bewertet werden. Den "Capital“-Guide (Lifestyle) macht Klusmann wieder zum Heftausstieg, sodass die Lektüre des Magazins leicht endet. Die "Capital“-Redaktion hat sich für de Heftschluss das Format "Miss Moneypenny“ einfallen lassen, benannt nach der Sekretärin von Geheimdienstchef "M" in den James-Bond-Filmen. "Die rechte Hand des Chefs redet Klartext und wäscht ihm den Kopf", sagt Klusmann zum Konzept der von einer anonymen Autorin verfassten Kolumne. Ein Blick auf die Layout-Entwürfe - umblättern!

Steffen Klusmann über das neue "Capital":

 

Zugang zum Chef mit "Miss Moneypenny"

Neue Formate, modifiziertes Layout, dickerer Unternehmensteil: Das sind einige der Änderungen, die Steffen Klusmann (Foto)  für das G+J-Wirtschaftsmagazin "Capital" plant. In der Maiausgabe (EVT. 23. April) sollen sie erstmals sichtbar sein. Klusmann, Sprecher des Chefredakteur-Kollegiums der G+J-Wirtschaftspresse sowie "FTD"- und "Capital"-Chefredakteur, ersetzt den schwergängigen Meinungsteil am Heftbeginn durch das kleinteiliger angelegte Ressort "Capitalisten“ mit Personalmeldungen und "personalisierten Formaten“. Dazu zählt z.B. "Unsere Besten“, wo Ereignisse aus der Wirtschaftswelt in Form einer Art Oscar-Verleihung aufgespießt und bewertet werden. Den "Capital“-Guide (Lifestyle) macht Klusmann wieder zum Heftausstieg, sodass die Lektüre des Magazins leicht endet. Die "Capital“-Redaktion hat sich für de Heftschluss das Format "Miss Moneypenny“ einfallen lassen, benannt nach der Sekretärin von Geheimdienstchef "M" in den James-Bond-Filmen. "Die rechte Hand des Chefs redet Klartext und wäscht ihm den Kopf", sagt Klusmann zum Konzept der von einer anonymen Autorin verfassten Kolumne.

 

Das Ressort "Finanzen“ soll das größte im Heft bleiben, strategisch hat es für Klusmann aber nicht Priorität eins. Er will die "big Shots“ der Wirtschaft ansprechen, und die lassen ihre Finanzen ohnehin von Vermögensverwaltern ‧regeln. Um dennoch an die Top-Entscheider heranzukommen, will der Chefredakteur die Unternehmens-Berichterstattung ausbauen und "mit großen Analysen und investigativen Geschichten“ glänzen: "'Capital‘ wird von einigen im Markt als Anlegermagazin wahrgenommen, es ist aber als Wirtschaftsmagazin positioniert“, sagt er. Der Politikteil wird kürzer und wirtschaftslastiger. Zwei feste Kolumnisten sollen dafür sorgen, dass "Capital“ gut bei Stimme ist und auch gehört wird: Der Berliner Volkswirt und Journalist Prof. Sebastian Dullien, von 2000 bis 2002 ‧Redakteur für Leitartikel bei der "FTD“, wird sich mit den großen ökonomischen Fragen beschäftigen, während der bisherige "FTD“-Kommentarchef Christian Schütte, 44, im Range eines Chefkolumnisten das politische Gesicht von "Capital“ wird.

 

Die Maiausgabe von "Capital" ist nicht in Köln, sondern in Hamburg entstanden. Gruner + Jahr hat die Standorte der Wirtschaftspresse in Köln ("Capital", "Impulse") und München ("Börse Online") dichtgemacht und die Sparte in Hamburg gebündelt (kress.de vom 19. November 2008). Nur gut 30 von einst 110 Mitarbeitern der Magazine sind noch an Bord. Hintergrund ist die prekäre Lage der G+J-Wirtschaftspresse: Mit Ausnahem von "Impulse" waren 2008 alle Titel in den roten Zahlen. 

 

Auch mit dem Mittelstandsmagazin "Impulse“ stehen Änderungen bevor. Die damalige Chefredakteur Ursula Weidenfeld hat es erst im November 2008 relauncht, nun leitet Nikolaus Förster die Redaktion, und es gibt die ein oder andere Modifikation: Aus dem Ressort "Politik + Steuern“ wird "Recht + Steuern“, Politik wandert  – soweit unternehmensrelevant – ins Unternehmensressort, und der Finanzenteil beschäftigt sich künftig ausschließlich mit der Unternehmensfinanzierung. Die im November getestete Regionalausgabe Baden-Württemberg wird der Verlag nicht fortführen. Auch für "Impulse“ haben sich Klusmann und die Seinen neue Formate einfallen lassen. Den Schlusspunkt wird vom 23. April an "Mein größter Fehler“ bilden: Unternehmer erzählen dort von ihrem hässlichsten Fehlgriff.

 

"Capital" und "Impulse" haben im ersten Quartal 2009 laut IVW erheblich an Auflage verloren: Die Zahl der verkauften "Capital"-Exemplare sank um 10,7% auf 184.836, "Impulse" büßte 9,9% ein und kam noch auf 108.966. Im Fall von "Impulse" trugen erhebliche Remissionen aus dem Vorquartal zu den Verlusten bei. Bei "Capital" hat G+J sonstige und Bordverkäufe reduziert, aber auch am Kiosk lief es nicht rund: Am Büdchen verkaufte das Magazin nur noch 8.811 Exemplare. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Verlust um 26,8 %.

 

Weitere Details zu "Capital" und "Impulse" lesen Abonnenten im aktuellen kressreport 08/09. Sehen Sie auch die Entwürfe für das neue Layout im Plus-Teil zu dieser Meldung!

hk

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