Dämpfer für Premiere: Telekom setzt bei Bundesliga auf Constantin.

23.04.2009
 

Dämpfer für Premiere: Telekom setzt bei Bundesliga auf Constantin Medien Die Deutsche Telekom AG hat ihre audiovisuellen Übertragungsrechte für IPTV und Mobile an der Bundesliga und 2. Bundesliga an den Constantin Medien-Konzern (DSF, Sport1, Plazamedia) sublizenziert. Der Vertrag läuft von der Saison 2009/2010 bis 2012/2013. Constantin Medien baut einen Bundesligakanal auf - hier sollen alle 612 Spiele aus den höchsten deutschen Fußballklassen gezeigt werden. Die Telekom verbreitet den Fußball-Kanal dann ab 7. August  unter der Marke "Liga total" über ihr IPTV-Angebot Entertain und weitere mobile Plattformen. Constantin Medien gründet dazu eine neue Tochtergesellschaft, die auch produktionstechnische Dienstleistungen für zeitversetzte IPTV- und Mobile-Abrufdienste erbringen soll. Bisher hat Premiere die Bundesliga-Bilder für die Telekom produziert. Für den Bezahlkanal ist der Wegfall des lukrativen Produktionsauftrages ein herber Verlust. Als Moderator für den Constantin-Bundesligakanal ist Johannes B. Kerner im Gespräch.

Dämpfer für Premiere:

Telekom setzt bei Bundesliga
auf Constantin Medien

Die Deutsche Telekom AG hat ihre audiovisuellen Übertragungsrechte für IPTV und Mobile an der Bundesliga und 2. Bundesliga an den Constantin Medien-Konzern (DSF, Sport1, Plazamedia) sublizenziert. Der Vertrag läuft von der Saison 2009/2010 bis 2012/2013. Constantin Medien baut einen Bundesligakanal auf - hier sollen alle 612 Spiele aus den höchsten deutschen Fußballklassen gezeigt werden. Die Telekom verbreitet den Fußball-Kanal dann unter der Marke "Liga total" über ihr IPTV-Angebot Entertain und weitere mobile Plattformen. Constantin Medien gründet dazu eine neue Tochtergesellschaft, die auch produktionstechnische Dienstleistungen für zeitversetzte IPTV- und Mobile-Abrufdienste erbringen soll. Das IPTV-Signal liefert die Produktionsfirma Plazamedia, die Sendungen für das DSF produziert.

 

Laut Christian P. Illek, Bereichsvorstand Marketing, T-Home, hat die Deutsche Telekom unter sieben Bewerbern Constantin Medien als exklusiven Partner ausgewählt. Bisher hat Premiere für die Deutsche Telekom das Bundesliga-IPTV produziert. Ab Herbst werden aus den Partnern Konkurrenten: Premiere hält neben den Pay-TV-Rechten auch die Internet-Rechte. "Wir werden um jeden Fußball-Fan kämpfen", sagt Illek.

 

Alle Spiele in HD, TV-Archiv, Kerner als Moderator im Gespräch

 

Laut dem Telekom-Mann werden alle Spiele im hochauflösenden HD-Format präsentiert. Zudem befänden sich bereits 30 Minuten nach Spielende die Zusammenfassungen aller Begegnungen im TV-Archiv. Der Preis für das neue Angebot stehe noch nicht fest.

 

Der frischgebackene Telekom-Partner Constantin Medien hält schon fleißig nach Moderatoren und Reportern Ausschau: "Wir sind mit einigen bekannten Namen im Gespräch", so der stellvertretende Vorstandsvorsiztende Rainer Hüther. Dazu zähle auch Johannes B. Kerner, der am Mittwoch seinen Wechsel vom ZDF zu Sat.1 bekannt gegeben hat. Kerners Anwalt, Werner E. Klatten, Aufsichtsratsvize von Constantin Medien, bestätigt das gegenüber der "SZ" (Freitagsausgabe): Es gehe um "klassische Moderationen". Weil Kerner künftig für Sat.1 neben den Sport-Auftritten nur noch ein wöchtliches Magazin leite, bleibe ihm Zeit, nach München zu fliegen, wo die T-Home-Bundesliga-Show entstehen soll.

 

Millionen-Geschäft

 

Über den Preis für die Partnerschaft schwiegen sich die Parteien aus: Das "Handelsblatt " hatte zuvor berichtet, dass die Telekom Constantin Medien für die vier Spielzeiten jährlich rund 20 Mio Euro bezahle.

 

Hintergrund: Die Deutsche Telekom hatte sich von der DFL im November die Rechte für die Übertragung für IPTV und Handy-TV  bis 2013 gesichert (kress.de vom 28. November 2008). Für sein Internetfernsehen hat der Telekom-Konzern ehrgeizige Pläne: Die Kundenzahl für T-Home soll bis Jahresende auf eine Million verdoppelt werden. Nach Unternehmensangaben zählte T-Home zum Jahresende lediglich 500 000 Kunden (kress.de vom 2. März 2009).

 

An Constantin Medien ist der Medienunternehmer Leo Kirch mit 25,1% beteiligt.

mb

 

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