Der kress-Quotenckeck: "DSDS" schwenkt mit neuem Rekord in die Zielgerade.

26.04.2009
 rs
 

Der kress-Quotencheck (Freitag und Samstag): "DSDS" biegt mit Rekord in die Zielgerade Der Endspurt hat begonnen: Dank des medial aufbereiteten Gezickes umSängerin Annemarie konnte "Deutschland sucht den Superstar" einen neuenRekordwert verbuchen. Zwar schalteten sich am Samstagabend mit 3,39 Miojungen Fans auch nicht gerade atemberaubend viele Casting-Jünger zu, angesichts der insgesamt schwach ausgeprägten Fernsehlust reichte dieser Wert für den bislang stärksten Marktanteil der vierten Staffel – mit 35,0%! Angesichts der schwachen Konkurrenz schaffte es "DSDS" sogar,die älteren Zuschauer von den Öffentlich-Rechtlichen wegzulocken.Dieter Bohlens Musikantenstadl setzte sich mit 5,68 MioGesamtzuschauern gegen Florian Silbereisens "Frühlingsfest derVolksmusik" in der ARD (5,34 Mio Zuschauer ab 3 Jahre) und den starkenZDF-Krimi "Wilsberg: Doktorspiele" (5,63 Mio) durch. Am Freitagabendsetzte sich "Wer wird Millionär?" sowohl bei den Jüngeren (1,92 MioZuschauer) als auch bei den Älteren (5,94 Mio) als Sieger durch, sodass RTL den anderen Privaten kaum Luft ließ. Das besteNicht-RTL-ARD-ZDF-Angebot war erst der ProSieben-Spielfilm "Daredevil",der am Freitagabend 1,29 Mio Werberelevante vor den Schirm lockte(Marktanteil: 13,1%). Wie Sat.1 am Wochenende unterging und wie sichdas auf die Marktanteile auswirkte, erfahren Sie hier!

Der kress-Quotencheck (Freitag und Samstag):

 

"DSDS" biegt mit Rekord in die Zielgerade

 

Der Endspurt hat begonnen: Dank des medial aufbereiteten Gezickes um Sängerin Annemarie konnte "Deutschland sucht den Superstar" einen neuen Rekordwert verbuchen. Zwar schalteten sich am Samstagabend mit 3,39 Mio jungen Fans auch nicht gerade atemberaubend viele Casting-Jünger zu, angesichts der insgesamt schwach ausgeprägten Fernsehlust reichte dieser Wert für den bislang stärksten Marktanteil der vierten Staffel – mit 35,0%! Angesichts der schwachen Konkurrenz schaffte es "DSDS" sogar, die älteren Zuschauer von den Öffentlich-Rechtlichen wegzulocken. Dieter Bohlens Musikantenstadl setzte sich mit 5,68 Mio Gesamtzuschauern gegen Florian Silbereisens "Frühlingsfest der Volksmusik" in der ARD (5,34 Mio Zuschauer ab 3 Jahre) und den starken ZDF-Krimi "Wilsberg: Doktorspiele" (5,63 Mio) durch. Am Freitagabend setzte sich "Wer wird Millionär?" sowohl bei den Jüngeren (1,92 Mio Zuschauer) als auch bei den Älteren (5,94 Mio) als Sieger durch, so dass RTL den anderen Privaten kaum Luft ließ. Das beste Nicht-RTL-ARD-ZDF-Angebot war erst der ProSieben-Spielfilm "Daredevil", der am Freitagabend 1,29 Mio Werberelevante vor den Schirm lockte (Marktanteil: 13,1%).

 

Die Quoten vom Freitag:

 

Hinter der starken "Wer wird Millionär?"-Doppelfolge (Marktanteil: 19,6%) konnte auf RTL im Anschluss auch das Comedyprogramm "Oliver Pocher live! Gefährliches Halbwissen" punkten: 1,61 Mio Jüngere verschafften dem derzeit omnipräsenten Grenzgänger einen starken Marktanteil von 19,5%.

 

Die anfänglich stark gestartete, unterm Strich aber enttäuschende "Schillerstraße"-Staffel auf Sat.1 ging mit einem passablen Schlusswert zu Ende: 1,14 Mio Werberelevante nahmen irritiert/amüsiert zur Kenntnis, dass auch hier neben Annette Frier schon wieder Olli Pocher zu Gast war (Marktanteil: 12,2%). "Einfach Bach!" erholte sich zwar auf einen Marktanteil von 8,4%, liegt aber weiter jenseits aller Quotenhoffnungen.

 

Weit nach vorn konnte sich eine kabel eins-Serie schieben: 1,06 Mio Jüngere interessierten sich für "Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen", was für den Zweitligisten einen sensationellen Marktanteil von 10,2% mit sich brachte. In der Primetime erzielte bereits "Ghost Whisperer – Stimmen aus dem Jenseits" einen guten Schnitt von 9,5%, "Medium – Nichts bleibt verborgen" kam auf 8,5%.

 

Weit hinter den Erwartungen blieb dagegen erneut die Vox-"Kocharena" (Marktanteil: 6,7%). Die RTL II-Komödie "Dave" schaffte immerhin einen erfreulichen Schnitt von 7,5%.

 

Die meisten Werberelevanten bei den Öffentlich-Rechtlichen interessierten sich schließlich für den neuen Ermittlungsfall der "SOKO Leipzig" (750.000 Jüngere, Marktanteil: 7,2%).

Die Quoten vom Samstag:

 

Die erdrückende "DSDS"-Dominanz bis in die späte Samstagnacht hinein bescherte dem Aus für Dominik Büchele um 23:15 Uhr noch einmal eine große Bühne: 2,70 Mio Werberelevante blieben bis zu "Deutschland sucht den Superstar – Die Entscheidung" am Ball (Marktanteil: 32,0%). Der Spuk setzte sich sogar im Anschluss fort: "Upps – Die Superpannenshow" kam mit 1,25 Mio jungen Fans um 23:45 Uhr immer noch auf einen fantastischen Schnitt von 21,5%.

 

RTL konnten diesmal lediglich die Öffentlich-Rechtlichen Paroli bieten – allerdings zum Teil auf Nebenschauplätzen: 1,33 Mio Jüngere fieberten um 18:55 Uhr den Kickerergebnissen in der ARD-"Sportschau" entgegen (Marktanteil: 23,6%). Die "Tagesschau" wurde mit 6,25 Mio Zuschauern ab 3 Jahren Reichweitensieger am Samstag.

 

In der ZDF erzielte der späte Boxkampf "Felix Sturm – Koji Sato" mit 1,32 Mio jungen Sportfans einen sehr respektablen Marktanteil von 13,3%. Den Samstagabendkrimi "Wilsberg: Doktorspiele" wollten immerhin 1,21 Mio Jüngere sehen, was zu einem Sensations-Schnitt von 12,8% führte.

 

ProSieben versuchte mit der vermurksten Actionkomödie "Wild Wild West" dagegenzuhalten, was 1,25 Mio Werberelevante goutierten (Marktanteil: 13,0%). Der Spätfilm "Saw" war naturgemäß so stark geschnitten, dass lediglich 1,07 Mio junge Hartgesottene daran Interessen fanden (Marktanteil: 11,9%). Nachmittags kam die neue Serie "Gossip Girl" auf einen vorzeigbaren Schnitt von 13,9%. "90210" erzielte einen Marktanteil von 12,2%. Mit einem Marktanteil von 18,2% war bereits um 14:30 Uhr die neue Nachmittagsserie "Aliens in America" vielversprechend gestartet.

 

Mit dem Vergrößerungsglas muss dagegen Sat.1 gesucht werden: Die Primetime-Komödie "Die Bären sind los", ein liebloses Remake des 70er-Jahre-Klassikers, wollten lediglich 720.000 Jüngere sehen, was zu einem Desaster-Marktanteil von 7,4% führte. Bezeichnenderweise schlug sich die Anschlusssendung "Genial daneben" mit einem Marktanteil von 8,6% besser – allerdings auf sehr bescheidenem Niveau.

 

Unter den Zweitligisten fuhr kabel eins mit "King Tut – Der Fluch des Pharao" (Marktanteil: 6,6%) die beste Strategie. Vox erzielte mit der "Spiegel TV Dokumentation" über die Hitlers Schurken einen Schnitt von 6,3%. RTL II verheizte schließlich die neue, eigentlich künftig für den Samstagnachmittag geplante Serie "Journeyman – Der Zeitspringer". Die Pilotfolge zur Primetime fand lediglich 520.000 jüngere Zuschauer (Marktanteil: 5,3%).

 

Unterm Strich siegte RTL mit 19,8% bei den jungen Tagesmarktanteilen vom Samstag. ProSieben musste sich mit 10,7% zufrieden geben. Sat.1 kam nur auf blamable 8,1%.

Rupert Sommer

 

 

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