Aus fürs "hessenjournal": hr muss 64 Mio Euro einsparen.

28.04.2009
 nic
 

Aus fürs "hessenjournal":  hr muss 64 Mio Euro einsparen Der Hessische Rundfunk (hr) muss in der laufenden Gebührenperiode bis 2012 rund 64 Mio Euro einsparen - der Wirtschaftskrise wegen. Das gab der Sender auf einer Personalversammlung am Dienstag in Frankfurt bekannt. In den nächsten beiden Jahren sollen 24 Planstellen nicht neu besetzt werden, zudem sollen die freien Mitarbeiter verzichten. Derzeit laufen die Tarifgespräche. "Das wichtigste Ziel ist es, die Eigenständigkeit des hr zu erhalten", so der Intendant Helmut Reitze (Foto). Es solle dabei so wenig wie möglich im Programm gespart werden. Dennoch werden dort die Budgets deutlich schmaler: Das hr-Fernsehen muss sich 2,9 Mio Euro aus den Rippen schneiden, auf die Hörfunksparte warten Kürzungen in Höhe von rund 4,1 Mio Euro: Dem Sparzwang zum Opfer fallen das tägliche Nachrichtenmagazin "hessenjournal", die Kochshow "Koch was draus" und ab 2010 gänzlich die Mittelwelle des hr-Radios samt den muttersprachlichen Sendungen. Wo noch gespart wird - umblättern.

Aus fürs "hessenjournal":

 

hr muss 64 Mio Euro einsparen

Der Hessische Rundfunk (hr) muss in der laufenden Gebührenperiode bis 2012 rund 64 Mio Euro einsparen - der Wirtschaftskrise wegen. Das gab der Sender auf einer Personalversammlung am Dienstag in Frankfurt bekannt. In den nächsten beiden Jahren sollen 24 weitere Planstellen nicht neu besetzt werden, zudem sollen die freien Mitarbeiter verzichten. Derzeit laufen die Tarifgespräche."Das wichtigste Ziel ist es, die Eigenständigkeit des hr zu erhalten", so der Intendant Helmut Reitze (Foto). Es solle dabei so wenig wie möglich im Programm gespart werden. Dennoch werden dort die Budgets deutlich schmaler: Das hr-Fernsehen muss sich 2,9 Mio Euro aus den Rippen schneiden, auf die Hörfunksparte warten Kürzungen in Höhe von rund 4,1 Mio Euro: Dem Sparzwang zum Opfer fallen das tägliche Nachrichtenmagazin "hessenjournal", die Kochshow "Koch was draus" und ab 2010 gänzlich die Mittelwelle des hr-Radios samt den muttersprachlichen Sendungen.

 

Den Wegfall des "hessenjournals" soll eine werktägliche 15-minütige Nachrichtensendung am späteren Abend auffangen, um weiter am Abend auf aktuelle Entwicklungen in Hessen reagieren zu können. Eine ähnliche Variante fuhr der hr mit den "Spätnachrichten", bis 2005 das "hessenjournal" kam. "Die Einsparungen schaffen zudem neue Spielräume für innovative Programmideen", verteidigt Reitze seine Sparpläne. So werden die Mittel für unterhaltende Sendungen im hr-Fernsehen gestutzt, um u.a. zusätzliche Gelder für die aktuelle Berichterstattung freizuschaufeln. Damit sollen ein Kurznachrichtenformat im Tagesverlauf und redaktionelle Groß-Anstrengungen wie "Opel, Landespolitik oder investigative Recherchen" finanziell besser ausgestattet werden.

 

Die hr-Radioleute bekommen die Einschnitte auch im Programm der Popwelle hr 3, beim Jugendradio YouFM und im Kinderprogramm von hr 2 zu spüren. Die muttersprachlichen Sendungen in Spanisch und Griechisch, bisher auf der Mittelwelle, fallen weg. Zudem soll die Zahl der Kultur-Sponsorings des hr um ein Drittel sinken. Bisher ist der hr nach eigenen Angaben auf rund 2.000 Veranstaltungen pro Jahr präsent.

 

Ursache der Finanznot ist die Wirtschaftskrise, die Gebührenzahler arbeitslos macht: In der Folge werden sie aus sozialen Gründen von der GEZ befreit oder melden ihre Geräte gleich ganz ab. Die GEZ rechnet für die laufende Gebührenperiode 2009 bis 2012 mit Einnahmeausfällen von rund 400 Mio Euro (kress.de vom 26. April 2009).

nic

 nic

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.