G+J denkt über Zusammenführung der Strategieabteilungen nach.

 

G+J unter Spardruck: Fusion der Strategie-Abteilungen möglich Nach kress-Informationen denkt man bei G+J intensiv über eine Zusammenführung der Strategieabteilungen nach. Dazu gehören die Zentrale Unternehmensentwicklung, die Abteilung Neue Geschäftsfelder und G+J New Media Ventures. Das Zeitschriftenhaus und sein Chef Bernd Buchholz (Foto) stehen zurzeit unter heftigem Spardruck. Zur Diskussion steht auch eine Zentralisierung der Anzeigenvermarktung, bei der es voraussichtlich zu einem Arbeitsplatzabbau kommen wird. Ein mögliches Konstrukt sieht die Bündelung der Anzeigenvermarktung bei G+J Media Sales vor. Bisher sind die Gesamtanzeigenleiter der Verlagsgruppen von G+J Deutschland noch den jeweiligen Verlagsgeschäftsführern unterstellt und nicht Media Sales-Chef Stan Sugarman. Die dramatisch eingebrochenen Anzeigenerlöse zwingen G+J zur Neuordnung der Strukturen im Haus. Die Hintergründe - bitte blättern!

G+J unter Spardruck:

 

Fusion der Strategie-Abteilungen möglich

Nach kress-Informationen denkt man bei G+J intensiv über eine Zusammenführung der Strategieabteilungen nach. Dazu gehören die Zentrale Unternehmensentwicklung, die Abteilung Neue Geschäftsfelder und G+J New Media Ventures. Das Zeitschriftenhaus und sein Chef Bernd Buchholz (Foto) stehen zurzeit unter heftigem Spardruck. Zur Diskussion steht auch eine Zentralisierung der Anzeigenvermarktung, bei der es voraussichtlich zu einem Arbeitsplatzabbau kommen wird. Ein mögliches Konstrukt sieht die Bündelung der Anzeigenvermarktung bei G+J Media Sales vor. Bisher sind die Gesamtanzeigenleiter der Verlagsgruppen von G+J Deutschland noch den jeweiligen Verlagsgeschäftsführern unterstellt und nicht Media Sales-Chef Stan Sugarman. Die dramatisch eingebrochenen Anzeigenerlöse zwingen G+J zur Neuordnung der Strukturen im Haus.

 

Die Strategie-Unit wird seit Jahresanfang von Thomas Henkel geleitet, der 2006 von Booz Allen Hamilton zu G+J gekommen war. Zur Abteilung gehört auch das von Soheil Dastyari verantwortete Brand Development, einer für G+J elementar wichtigen Kreativzelle. Die Neuen Geschäftsfelder, dazu gehört beispielsweise die Entwicklung von Messen, leitet Thomas Köhl. Christoph Weger, der ehemalige "FTD“-Mann, ist schließlich für die New Media Ventures zuständig, die Mitte 2006 unter Franz Dillitzer an den Start ging und die seither nicht sonderlich von sich reden machte. NMV war als Motor des "Expand Your Brand“-Prozesses gedacht, doch auch diese, unter Buchholz´ Vorgänger Bernd Kundrun entworfene Strategie, hat sich bisher nicht zur vollen Blüte entwickelt. 

 

Kosteneinsparungen würde aber vor allem die Zentralisierung der Vermarktung bringen. Der Druck, der aus Gütersloh auf G+J-Chef Buchholz ausgeübt wird, ist groß. Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski will "mehrere hundert Millionen Euro“ einsparen. Entsprechend hat Buchholz bei einer Versammlung bereits Einschnitte angekündigt. Stellenabbau, Kurzarbeit, Streichung oder Kürzung von Weihnachts- und Urlaubsgeld, Einstellung von Titeln – alles ist drin. Der G+J-Aufsichtsrat tagt Ende Juni, zu diesem Zeitpunkt dürfte das Maßnahmenpaket feststehen.

Christian Meier 

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