"Stuttgarter Nachrichten" übernehmen ab 1. Januar: SWMH streicht bayerische Mantelredaktion.

18.06.2009
 nic
 

"Stuttgarter Nachrichten" liefern Inhalte ab 1. Januar:  SWMH kündigt bayerische Mantelredaktion Die eigenständige Mantelredaktion der bayerischen Verlagsgruppe Hof/Coburg/Suhl (HCS) stellt zum Jahresende ihren Betrieb ein. Die mittelbare Verlagsmutter Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) hat den Vertrag mit der HCS-Tochter Text & Bild Redaktionspartner, Coburg, gekündigt. Künftig wird die SWMH-Zeitung "Stuttgarter Nachrichten" die überregionalen Inhalte für die Hofer Zeitung "Frankenpost", für die Coburger "Neue Presse", das "Freie Wort", Suhl in Thüringen, und die "Südthüringer Zeitung" (Bad Salzungen) zuliefern. In Bayern und Thüringen sollen bereits bestehende Newsdesks die Produktion abwickeln. "Wir erhalten von Stuttgart Inhalte in hoher journalistischer Qualität und können uns damit noch intensiver auf die regionale Ausrichtung unserer Zeitungen konzentrieren", argumentiert HCS-Chef Thomas Regge (Foto). Die acht Mitarbeiter von Text & Bild sind indes über ihre Zukunft bislang offenbar noch im Unklaren. Umblättern.

"Stuttgarter Nachrichten" liefern Inhalte ab 1. Januar:

 

SWMH kündigt bayerische Mantelredaktion

Die eigenständige Mantelredaktion der bayerischen Verlagsgruppe Hof/Coburg/Suhl (HCS) stellt zum Jahresende ihren Betrieb ein. Die mittelbare Verlagsmutter Südwestdeutsche Medienholding (SWMH) hat den Vertrag mit der HCS-Tochter Text & Bild Redaktionspartner, Coburg, gekündigt. Künftig wird die SWMH-Zeitung "Stuttgarter Nachrichten" die überregionalen Inhalte für die Hofer Zeitung "Frankenpost", für die Coburger "Neue Presse", das "Freie Wort", Suhl in Thüringen, und die "Südthüringer Zeitung" (Bad Salzungen) zuliefern. In Bayern und Thüringen sollen bereits bestehende Newsdesks die Produktion abwickeln. "Wir erhalten von Stuttgart Inhalte in hoher journalistischer Qualität und können uns damit noch intensiver auf die regionale Ausrichtung unserer Zeitungen konzentrieren", argumentiert HCS-Chef Thomas Regge (Foto).

 

"Somit spielen wir stärker als bisher unsere lokale Kompetenz an unseren Standorten in Hof, Coburg, Suhl, und Bad Salzungen aus", so  Regge weiter. "Uns geht es um Lesernähe und Qualität". 

 

Der bayerische Journalistenverband (BJV) legt über der Nachricht seine Stirn indes in Sorgenfalten: Man sehe die "Vielfalt im Tageszeitungsbereich schwinden", heißt es aus München und fordere die SWMH auf, den acht Text-&-Bild-Angestellten neue Positionen im Konzern anzubieten.

 

Bis Ende des Jahres sollen sie, wie bisher, die Mantelteile für die HCS-Titel produzieren. Ob sie danach in den Lokalredaktionen unterkommen ist unklar. Die Angestellten, die am Montag vom Text-&-Bild-Aus überrascht wurden, sind offenbar noch im Ungewissen. HCS-Geschäftsführer Regge, der auch Chef im Hause Text & Bild ist, war für eine Stellungnahme zur Zukunft seiner Leute bislang nicht erreichbar.

 

Bei den "Stuttgarter Nachrichten" sieht Chefredakteur Christoph Grote die Sache positiv: Die Kooperation stärke die "Stuttgarter Nachrichten" und "beweist erstmals, dass ihr ebenso flexibles wie effizientes redaktionelles Partnerschaftsmodell auch außerhalb Baden-Württembergs sehr attraktiv ist." Grotes Zeitung versorgt nach einem ähnlchen Prinzip u.a. bereits die Nachbar-Zeitung "Schwarzwälder Bote".

 

Die Verlagsgruppe HCS verkauft von ihren vier Titeln rund 170.000 Exemplare. Mehrheitseigner der Verlagsgruppe ist der Münchner Süddeutsche Verlag ("SZ"), der sich seit dem vergangenen Jahr zu 81,25% im Besitz der Stuttgarter SWMH befindet.

Nico Kunkel

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