"Zeit zum Sparen und zum Investieren": dpa steckt Mio-Betrag in Umbau.

24.06.2009
 nk
 

Hoher Aufwand für Umbau und Umzug:   dpa rutscht 2009 in die roten Zahlen "Es ist die Zeit zum Sparen und zum Investieren", so Malte von Trotha (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwochmorgen auf der Jahrespressekonferenz der Nachrichtenagentur. Investieren wird die dpa in diesem Jahr kräftig: Die Zusammenführung der Zentralredaktionen in Berlin und die damit einhergehende Umstrukturierung der Arbeitsabläufe lässt sich die Gesellschaft einen Betrag in höherer einstelliger Mio-Höhe kosten. Die wirtschaftliche Lage der dpa ermögliche diesen Schritt "ohne fremdes Kapital und ohne Gefährdung unserer finanziellen Ressourcen", so von Trotha. 2008 machte die dpa 94,1 Mio Euro Umsatz (2007: 93,8 Mio) und kam nach Abzug von Steuern auf einen Jahresüberschuss von 2,9 Mio Euro (2007: 4,4 Mio). Für 2009 rechnet von Trotha mit einem Gesamt-Minus in mittlerer einstelliger Mio-Höhe. Umblättern!

Hoher Aufwand für Umbau und Umzug: 

 

dpa rutscht 2009 in die roten Zahlen

Malte von Trotha"Es ist die Zeit zum Sparen und zum Investieren", so Malte von Trotha (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Mittwochmorgen auf der Jahrespressekonferenz der Nachrichtenagentur. Investieren wird die dpa in diesem Jahr kräftig: Die Zusammenführung der Zentralredaktionen in Berlin und die damit einhergehende Umstrukturierung der Arbeitsabläufe lässt sich die Gesellschaft einen Betrag in höherer einstelliger Mio-Höhe kosten. Die wirtschaftliche Lage der dpa ermögliche diesen Schritt "ohne fremdes Kapital und ohne Gefährdung unserer finanziellen Ressourcen", so von Trotha.

 

2008 machte die dpa 94,1 Mio Euro Umsatz (2007: 93,8 Mio) und kam nach Abzug von Steuern auf einen Jahresüberschuss von 2,9 Mio Euro (2007: 4,4 Mio). Besonders im Kerngeschäft sei es zu erwartbaren Rückgängen gekommen - dort verbuchte die dpa ein Minus in mittlerer einstelliger Mio-Höhe. Die Kündigung der WAZ-Gruppe habe der dpa zwar einen Schlag versetzt, personelle Konsequenzen wurden daraus jedoch nicht gezogen, so Geschäftsführer Michael Segbers.

dpa

 

Zwar strebe man mit dem Umzug nach Berlin nach mehr Effizienz, die Veränderung soll aber nicht auf Kosten der Mitarbeiter gehen: "Wir nehmen jeden mit, der mitkommen will", so von Trotha. Vom Umzug betroffen sind rund 200 Mitarbeiter, 170 in Hamburg und 30 in Frankfurt. Anfang Juli will die dpa Gespräche mit den Betriebsräten aufnehmen, um einen Sozialplan auszuarbeiten. Rückstellungen dafür sind für Ende 2009 geplant. Die genaue Arbeitsstärke der Berliner Zentralredaktion ist noch unklar: Die neue Redaktionsstruktur soll gemeinsam mit dem Chefredakteur in spe Wolfgang Büchner ausgeheckt werden, der zum 1. Juli zunächst als Wilm Herlyns Vize anfängt und Anfang 2010 den Chefposten übernimmt (kress.de vom 2. April 2009).

 

Einen konkreten Umzugstermin hat die dpa nicht: "Wir setzen uns dabei nicht unter Druck", so von Trotha. Die Immobilien-Suche in Berlin sei auf gutem Wege, der Umzug soll im ersten Halbjahr 2010 (ab Mai) über die Bühne gehen (kress.de vom 5. Mai 2009).

 

Eine Ausschüttung an die Gesellschafter gibt es nicht. Für 2009 rechnet von Trotha mit einem Gesamt-Minus in mittlerer einstelliger Mio-Höhe.

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