Verdeckte PR: DRPR rügt Deutsche Bahn und EPPA Berlin.

02.07.2009
 nk
 

Verdeckte PR: DRPR rügt Deutsche Bahn und EPPA Berlin Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat öffentliche Rügen gegen die Deutsche Bahn und die von ihr beauftragte Agentur European Public Policy Advisers (EPPA) GmbH Berlin wegen verdeckter PR ausgesprochen. Die Bahn hatte Ende Mai eingeräumt, im Jahr 2007 1,3 Mio Euro für verdeckte PR-Maßnahmen bezahlt zu haben (kress.de vom 28. Mai 2009). Der Fall betrifft mehrere Unternehmen. Da die EPPA Berlin sich laut DRPR allerdings weigert, zur Klärung des Sachverhalts beizutragen, konnten bisher nur zwei Fälle abschließend behandelt werden. Über die Vorwürfe gegen die Denkfabrik Berlinpolis und Allendorf Media wird später entschieden. Die verdeckte PR der Bahn sei ein "in seinem Umfang und seiner Tiefe sehr ernst zu nehmender Vorgang", so der DRPR. Die Tätigkeiten verstießen gegen verschiedene Kodizes der Branche, insbesondere das Transparenzgebot. Positiv äußerte sich der Rat über die "schnelle und offene Aufklärung der Angelegenheit" innerhalb der Deutschen Bahn, einschließlich der personellen Konsequenzen - Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte umgehend den Marketing-Chef Ralf Klein-Bölting rausgeworfen. Eine Richtlinie für die Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung der Bahn stehe allerdings noch aus. Einen weiteren Rüffel gab es für die EPPA Berlin wegen der fehlenden Mitwirkung am Ratsverfahren: "Es liegen dem Rat keinerlei Erkenntnisse darüber vor, ob EPPA inzwischen Abstand von dem Geschäftsmodell der verdeckten PR genommen hat.“ Die European Public Policy Advisers Partnership S.A. Brüssel hat sich unterdessen von Praktiken wie denen der Namensvetter aus Berlin distanziert. Die beiden Unternehmen gehörten bis 2004 zu einem Netzwerk, haben aber mittlerweile weder gesellschaftsrechtliche noch vertragliche oder wirtschaftliche Verbindungen.

Verdeckte PR: DRPR rügt Deutsche Bahn und EPPA Berlin

DRPRDer Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) hat öffentliche Rügen gegen die Deutsche Bahn und die von ihr beauftragte Agentur European Public Policy Advisers (EPPA) GmbH Berlin wegen verdeckter PR ausgesprochen. Die Bahn hatte Ende Mai eingeräumt, im Jahr 2007 1,3 Mio Euro für verdeckte PR-Maßnahmen bezahlt zu haben (kress.de vom 28. Mai 2009). Der Fall betrifft mehrere Unternehmen. Da die EPPA Berlin sich laut DRPR allerdings weigert, zur Klärung des Sachverhalts beizutragen, konnten bisher nur zwei Fälle abschließend behandelt werden. Über die Vorwürfe gegen die Denkfabrik Berlinpolis und Allendorf Media wird später entschieden. Die verdeckte PR der Bahn sei ein "in seinem Umfang und seiner Tiefe sehr ernst zu nehmender Vorgang", so der DRPR. Die Tätigkeiten verstießen gegen verschiedene Kodizes der Branche, insbesondere das Transparenzgebot. Positiv äußerte sich der Rat über die "schnelle und offene Aufklärung der Angelegenheit" innerhalb der Deutschen Bahn, einschließlich der personellen Konsequenzen - Bahn-Chef Rüdiger Grube hatte umgehend den Marketing-Chef Ralf Klein-Bölting rausgeworfen. Eine Richtlinie für die Mitarbeiter der Kommunikationsabteilung der Bahn stehe allerdings noch aus. Einen weiteren Rüffel gab es für die EPPA Berlin wegen der fehlenden Mitwirkung am Ratsverfahren: "Es liegen dem Rat keinerlei Erkenntnisse darüber vor, ob EPPA inzwischen Abstand von dem Geschäftsmodell der verdeckten PR genommen hat.“ Die European Public Policy Advisers Partnership S.A. Brüssel hat sich unterdessen von Praktiken wie denen der Namensvetter aus Berlin distanziert. Die beiden Unternehmen gehörten bis 2004 zu einem Netzwerk, haben aber mittlerweile weder gesellschaftsrechtliche noch vertragliche oder wirtschaftliche Verbindungen.

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