Die Debatte um die Kostenlos-Kultur im Internet geht weiter.

 

Chris Anderson und "Free":  Heiße Debatte um Kostenloskultur im Netz Fast täglich melden sich Verleger zu Wort, die Front gegen "Content-Klau" im Netz machen und ein originäres Leistungsschutzrecht für Verlage fordern. 166 europäische Verlage haben sich inzwischen der "Hamburger Erklärung" für den Schutz geistigen Eigentums im Internet angeschlossen. Mehr Geld von Google? Eine Gruppe amerikanischer Netz-Vordenker kann sich diesem Vorhaben nur schwer anschließen. In diesen Tagen erschien "Free", das neue Buch von "Wired"-Chefredakteur Chris Anderson (Foto) (hier gibt es "Free" umsonst als Hörbuchversion - der kostenlose Buch-Download per Scribd und Google Books wurde kurz nach Start auf die USA begrenzt. In Deutschland erscheint "Free" im September bei Campus). Seine These: In der digitalen Welt strebt alles, von Zeitungsinahlten über Musik bis zu Dienstleistungen, gen null Kosten - für den Konsumenten. "Jemand bezahlt, aber du bist es nicht", erklärt Anderson per Email gegenüber kress. "Das ist neu und wichtig." Im aktuellen kressreport 14/2009 lesen Abonnenten eine Analyse der Kostenlos-Debatte, Ratschläge von Experten zur Verlagsstrategie der Zukunft und ein Interview mit dem Pricing-Experten Frank Bilstein von Simon-Kucher & Partner.

Chris Anderson und "Free":

 

Heiße Debatte um Kostenloskultur im Netz

Chris AndersonFast täglich melden sich Verleger zu Wort, die Front gegen "Content-Klau" im Netz machen und ein originäres Leistungsschutzrecht für Verlage fordern. 166 europäische Verlage haben sich inzwischen der "Hamburger Erklärung" für den Schutz geistigen Eigentums im Internet angeschlossen. Mehr Geld von Google? Eine Gruppe amerikanischer Netz-Vordenker kann sich diesem Vorhaben nur schwer anschließen. In diesen Tagen erschien "Free", das neue Buch von "Wired"-Chefredakteur Chris Anderson (Foto) (hier gibt es "Free" umsonst als Hörbuchversion - der kostenlose Buch-Download per Scribd und Google Books wurde kurz nach Start auf die USA begrenzt. In Deutschland erscheint "Free" im September bei Campus). Seine These: In der digitalen Welt strebt alles, von Zeitungsinahlten über Musik bis zu Dienstleistungen, gen null Kosten - für den Konsumenten. "Jemand bezahlt, aber du bist es nicht", erklärt Anderson per Email gegenüber kress. "Das ist neu und wichtig."

 

Anderson sieht das bei einer Reihe von Startups bereits erfolgreiche "Freemium"-Geschäftsmodell (z.B. Xing) als erfolgversprechend. Ein Basisangebot ist umsonst, für weitere Dienste und Funktionalitäten muss man bezahlen. Um das Basispaket, zum Beispiel den Nachrichtenfluss, den ohnehin viele Websites haben, könnten Verlage ihren Nutzern weiterführende Angebote machen. Ganz so neu und originell ist Andersons These nicht, dennoch wird sein Buch die Debatte um Erlösmodelle im Netz bereichern.

 

Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur von "sueddeutsche.de", bestätigte gegenüber kress, dass Arbeitsgruppen im Süddeutschen Verlag über Bezahlangebote für Leser im Netz brüteten. Der SV wird nicht alleine sein: Die Pricing-Spezialisten von Simon-Kucher & Partner beraten bereits eine Reihe deutscher Verlage, wie sie ihren Lesern Angebote machen können, um langsam den Weg aus der Gratiswelt Internet zu finden. Doch: "Die Hürde für Bezahlinhalte ist unglaublich hoch", sagt Frank Bilstein, Partner bei Simon-Kucher.

 

Eine Analyse der Kostenlos-Debatte, Ratschläge von Experten zur Verlagsstrategie der Zukunft und das komplette Interview mit Bilstein lesen Abonnenten im aktuellen kressreport 14/2009.

Christian Meier

 

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