"stern.de" will mit Relaunch angreifen.

05.08.2009
 

Bilder, Ratgeber und Community: stern.de greift nach der Krone Frank Thomsen (Foto), 44, lässt nichts auf "stern.de", die Website der Gruner+Jahr-Illustrierten, kommen. Das Angebot gehöre zur Spitze unter den Nachrichten-Websites, sagt Chefredakteur Thomsen im kress-Interview. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Mit 2,08 Mio Unique Usern liegt die Seite weit abgeschlagen hinter "Spiegel Online" (5,77 Mio) und "Bild.de" (5,52 Mio) zurück. Doch nun zieht Thomsen andere Seiten auf. "Das neue 'stern.de' wird optisch und technisch stark modernisiert sein und unseren Anspruch unterstreichen, die bildstärkste Newssite im Netz zu sein", sagt er. Der Claim der Kampagne zum Relaunch lautet: "Das wird Sie interessieren". Thomsen und seine 60-köpfige Crew werden sich ins Zeug legen müssen - in den kommenden Wochen schalten "Spiegel Online", "ftd.de" und "Zeit Online" ihre Relaunches scharf. Das gesamte Interview lesen Abonnenten im gedruckten kressreport 16/2009, der am 7. August erscheint. Eine Vorschau gibt es nach dem Umblättern!

Bilder, Ratgeber und Community:

 

stern.de greift nach der Krone

Frank Thomsen (Foto), 44, lässt nichts auf "stern.de", die Website der Gruner+Jahr-Illustrierten, kommen. Das Angebot gehöre zur Spitze unter den Nachrichten-Websites, sagt Chefredakteur Thomsen im kress-Interview. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache. Mit 2,08 Mio Unique Usern liegt die Seite weit abgeschlagen hinter "Spiegel Online" (5,77 Mio) und "Bild.de" (5,52 Mio) zurück. Doch nun zieht Thomsen andere Seiten auf. "Das neue 'stern.de' wird optisch und technisch stark modernisiert sein und unseren Anspruch unterstreichen, die bildstärkste Newssite im Netz zu sein", sagt er. Der Claim der Kampagne zum Relaunch lautet: "Das wird Sie interessieren". Thomsen und seine 60-köpfige Crew werden sich ins Zeug legen müssen - in den kommenden Wochen schalten "Spiegel Online", "ftd.de" und "Zeit Online" ihre Relaunches scharf. 

 

Die Strategie hinter dem Relaunch: Die Seite wird auf breitere und mehr Säulen gestellt. Zum "stern.de"-Kernangebot zählen weiterhin Nachrichten. Die sollen künftiger "moderner" und "frischer" präsentiert werden. Die Homepage bekommt mehr Weißraum und wirkt dadurch nicht so arg gedrängt. Ein Kasten mit den wichtigsten Themen des Tages soll einen schnellen Überblick über die Nachrichtenlage verschaffen.

 

 

Nachrichten sollen zudem noch mehr als bisher an Bilder geknüpft werden, steht doch auch der gedruckte "stern" für eine starke Bildsprache. So gibt es künftig die Möglichkeit, sich per Funktion "Mosaik" einen Nachrichtenüberblick per Fotowand zu verschaffen (beide Screenshots sind Dummy-Versionen, die "Mosaik"-Seite wird voraussichtlich noch nicht zum Relaunch starten, sondern erst etwas später verfügbar sein).

 

 

Zweite Säule neben dem Nachrichtengeschäft wird ein breites Angebot an Ratgeber-Microsites, von Tipps zum Autokauf bis zu Empfehlungen zur Geldanlage. Vorteil: Die Seiten müssen nicht jeweils neu recherchiert werden. Zudem lassen sie sich besser vermarkten und erzielen höhere Tausenderkontaktpreise auf dem Werbemarkt.

 

Dritte Säule der Strategie: Eine stärkere Öffnung der Seite zum Internet. Thomsen: "Websites sind heute keine isolierten Plätze mehr, sie müssen sich multifunktional öffnen." Derzeit arbeitet man gemeinsam mit der Berliner Firma neofonie und deren Tochter "WeFind" an einer neuartigen Suchfunktion für die "stern.de"-Website, die auch Fundstellen außerhalb der "stern"-Galaxie auflisten soll. 

 

Umgelegt wird der Hebel am Wochenende des 8. und 9. August. Die komplette Geschichte, eine Analyse der Zukunft von Nachrichtenwebsites und das Interview mit Frank Thomsen lesen Abonnenten im gedruckten kressreport 16/2009, der am 7. August erscheint.

Christian Meier

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