Auftragseinbruch: Prinzregenten stellen Insolvenzantrag.

12.08.2009
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Auftragseinbruch:   Prinzregenten vor Insolvenz Die Münchner Werbeagentur Prinzregenten Markenkommunikation hat am 11. August beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. In der Geschäftsführung der Agentur sitzt auch GWA-Vorstandsmitglied Stefanie Wagner-Fuhs (Foto). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Rolf Pohlmann bestellt, der gute Chancen für eine erfolgreiche Sanierung sieht. Die Agentur stellte den Antrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit: Zuletzt seien die Aufträge um bis zu 40% eingebrochen, vor allem die Bestandskunden knauserten. Bestehende Aufträge wollen die Prinzregenten trotz Insolvenz weiterbearbeiten. Wie? Umblättern!  

Auftragseinbruch:

 

Prinzregenten vor Insolvenz

Die Münchner Werbeagentur Prinzregenten Markenkommunikation hat am 11. August beim Amtsgericht München einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Münchner Rechtsanwalt Rolf Pohlmann bestellt, der gute Chancen für eine erfolgreiche Sanierung sieht.Die Agentur stellte den Antrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit: Zuletzt seien die Aufträge um bis zu 40% eingebrochen, vor allem die Bestandskunden knauserten. Bestehende Aufträge wollen die Prinzregenten trotz Insolvenz weiterbearbeiten.

 

"Die Phase der Insolvenz werden wir nutzen, um das bestehende Geschäft wieder in ein angemessenes Kosten-Ertrags-Verhältnis zu führen und zugleich das Kompetenzfeld der Markenkommunikation neu aufzusetzen", so die Geschäftsführer Marko Prislin, Wolfgang Steiner und Stefanie Wagner-Fuhs (Foto). "Derzeit bieten selbst von Vorstand oder Geschäftsführung unterzeichnete Aufträge keine Sicherheit mehr für die tatsächliche Realisierung", erklärt Wagner-Fuhs, die auch im Vorstand des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen (GWA) sitzt.

 

Schon vor Monaten versuchte die Geschäftsführung die Kosten zu senken, doch langfristige Verträge sorgten für zu hohe Fixkosten. Diese könnten nun, so Pohlmann, im Rahmen des Insolvenzverfahrens "rasch, effektiv und ohne Qualitätseinbußen" gesenkt werden. Auf der Kostenseite will man zunächst bei den Miet- und Leasingskosten ansetzen. Man schließt "Personalanpassungen" allerdings nicht aus. Nach diesen Maßnahmen könne die Sanierung der Agentur in Eigenregie aber auch als "übertragende Sanierung" geschehen, bei der das Unternehmen von einem Investor übernommen wird.

 

Aktuell beschäftigt die Agentur 17 Mitarbeiter. Zum Kundenkreis gehören u.a. Salewa, Völkl und Merck Fink & Co. Privatbankiers.

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