23.07.2019

Ranking
Die 25 größten Fachverlage

 

Rang / Unternehmen, Firmensitz / Umsatz 2018 in Mio. € / Umsatz 2017 in Mio. € / Mitarbeiter 2018 1    Springer Nature, Berlin / 1.660,0 / 1.637,0 / 13.000 2    Haufe Group, Freiburg / 400,0 /...



 
 
Anmerkung: Umsatz/Mitarbeiterzahl der Fachverlage auf Rang 3, 6, 18, 21, 22 beruhen auf Hochrechnung/Schätzung; Rang 2: vorläufiger Umsatz (Geschäftsjahr 18/19, Stichtag: 30. 06. 2019)

Die Methode: Maßstab ist der Gesamtumsatz. Darin können auch Erlöse aus Publikums- und Special-Interest- sowie sonstige Aktivitäten enthalten sein, sofern das Geschäft mit Fachmedien überwiegt. Die Angaben stammen von den Verlagen, aus öffentlichen Quellen (z. B. „Bundesanzeiger“) oder entsprechen einer Hochrechnung/Schätzung.


Der Erste ist viermal so groß wie der Zweite; die Top 3 setzen zusammen mehr um als die folgenden bis Platz 25; ein Dutzend der Verlage erwirtschaftet jeweils mindestens einen dreistelligen Jahreserlös: ein zahlenbelegter Schnellimbiss, zubereitet aus der Rang­liste der 25 größten deutschen Fachverlage, die „kress pro“ exklusiv erhoben hat.
Dabei ist das schon mit dem Wort „Fachverlag“ so eine Sache. Mit diesem Etikett fremdeln zunehmend mehr und benennen sich gar um. Haufe und Vogel zum Beispiel, die das Attribut „Medien“ komplett getilgt haben und nun als Haufe Group und als Vogel Communications Group firmieren.
Die Distanzierung zeigt, wie sehr sich teilweise Geschäftsmodelle, Schwerpunkte und Selbstverständnis verändert haben. So viel zur Einordnung, welche Unternehmen überhaupt in dieser Rangliste auftauchen können. Entscheidendes Kriterium ist, dass ihr Stammgeschäft mit Fachinformation und/oder B2B-Kommunikation zu tun hat. Wenn sich Tätigkeitsfelder inhaltlich und wirtschaftlich deutlich voneinander abgrenzen lassen, wurde das berücksichtigt. So wie etwa bei der Mediengruppe C. H. Beck, die auch in der eigenen Kommunikation zwischen dem kleineren Feld „Literatur, Sachbuch, Wissenschaft“ (LSW) und den Aktivitäten rund um Recht, Steuern, Wirtschaft (RSW), also der Fachinformation, trennt.

Was die Zahlen sagen
Dies vorausgeschickt, lassen sich aus der Rangliste mehrere Erkenntnisse ableiten. Zunächst eine Zahl: Zusammen bringen es die ermittelten Top-25-Fachverlage auf einen Gesamtumsatz 2018 von 4,67 Milliarden Euro.
    Schwergewicht: Die Nummer 1 im Ranking ist Springer Nature mit einem Jahreserlös von 1,66 Milliarden Euro. Der globale Medienkonzern, an dem die deutsche Holtzbrinck Publishing Group die Mehrheit hält, steht somit für mehr als ein Drittel des Top-25-Umsatzes.
    Internationalisierung: Ein erheblicher, wenn auch nicht präzise bezifferter Anteil seines Umsatzes macht Springer Nature im Ausland. Nur wenige Fachverlage sind international so stark engagiert, dass die Erlöse von dort beträchtlich sind oder gar überwiegen. Zu ihnen gehören unter anderem die WEKA Firmengruppe mit einer Auslandsumsatzquote von rund 40 Prozent, Wiley-VCH mit knapp 60 Prozent und die Forum Media Group, die zwei Drittel im Ausland erwirtschaftet.
    Marktrelationen: Hinter Springer Nature formieren sich elf Fachverlage, die einen jeweils dreistelligen Millionen-Umsatz im Jahr erzielen. Beim Rangzweiten Haufe mit rund 400 Millionen wirken sich beispielsweise der Wandel des Geschäfts auf „Software as a Service“ mit seinen Lizenzerlösmodellen und das offensive Akquirieren von Firmen aus. Im Umsatz von C. H. Beck Fachinformation, geschätzt auf 380 Millionen Euro, ist auch die Fachbuchhandelssparte enthalten, ohne die sicher keine Drei vorn stünde.
    Entwicklung: Die Gesamterlöse der Top 25 sind gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent gestiegen. Dabei haben 14 zugelegt, neun weisen geringere Einnahmen aus, zwei sind unverändert. Relativ am stärksten gewonnen hat die Forum Media Group mit einem Plus von 11 Prozent, Haufe Group und Holzmann Medien sind um je 9 Prozent gewachsen.

Fachmedien erlösen 7,7 Milliarden Euro
Das Ranking der größten Fachverlage zeigt Größenordnungen auf, es spiegelt die Vielfalt an Aktivitäten und Branchen, in denen sie sich tummeln, und es führt zu einer Namensliste der wirtschaftlichen Schwergewichte.
Weitere Trends und Fakten liefert die Statistik der Deutschen Fachpresse, die jährlich erhoben wird. Demnach stieg der Gesamtumsatz der deutschen Fachmedien um 1,1 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Zur Einordnung: Das ist nicht ganz die Hälfte dessen, was das größte deutsche Medienunternehmen Bertelsmann (inklusive RTL, G+J etc.) im vergangenen Jahr erwirtschaftet hat, nämlich 17,7 Milliarden Euro. Die Fachmedien-Erlöse liegen etwas höher als der Umsatz, den die Nummer zwei und drei, ProSiebenSat.1 (4 Milliarden Euro) und Axel Springer (3,2 Milliarden), zusammen erzielt haben.

Print sorgt für die Hälfte des Geschäfts
Verschoben haben sich die Umsatzgewichte der Fachverlage. So machen die gedruckten Medien mit 4,15 Milliarden Euro nur noch gut die Hälfte des Geschäfts (54 Prozent) aus, während der Anteil von Digital (2,56 Milliarden Euro) inzwischen auf ein Drittel (33 Prozent) gewachsen ist. Geschäftsfelder wie Messen, Events, Dienstleistungen steuern rund 13 Prozent zu den Einnahmen bei. „Die Fachmedienhäuser haben viele erfolgreiche Veranstaltungsformate entwickelt“, sagt Fachpresse-Sprecher Klaus Krammer. Dahinter steckt ein interessanter Trend, so der Verleger: „Trotz immer stärkerer Digitalisierung wird auch der direkte Austausch wichtiger.“
Während um die Jahrtausendwende das Werbegeschäft für die Fachmedien die deutlich stärkste Umsatzsäule war, gewinnt nun das Vertriebsgeschäft immer mehr Relevanz. So erlösten die Fachverlage letztes Jahr mit gedruckten Medien knapp 4,2 Milliarden Euro – 41 Prozent entfielen auf Anzeigen, 39 Prozent auf den Vertrieb von Fachzeitschriften. Die rund 810 Millionen Euro, die durch den Verkauf von Fachbüchern aufs Konto flossen, entsprechen einem Anteil von knapp 20 Prozent.
Derweil ist ein Mangel an Fachzeitschriften nicht zu befürchten. 2018 erschienen laut Analyse der Deutschen Fachpresse 5.537 Fachzeitschriften, ein Jahr zuvor waren es sogar noch 90 mehr. Zusammen bringen sie es auf eine Jahresauflage von rund 617 Millionen Stück. Im Laufe eines Jahres werden also durchschnittlich 111.000 Exemplare einer Fachzeitschrift verbreitet. Statistisch betrachtet, bekommt jeder der aktuell rund 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland im Laufe eines Jahres also fast 14 Exemplare einer Fachzeitschrift.

1. Springer Nature
Der hierzulande einzige Fachverlag mit Milliardenumsatz ist aus dem 2015 vollzogenen Zusammenschluss von Nature Publishing Group, Macmillan und Springer Science + Business Media entstanden. Allesamt Verlage, die bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet wurden. Haupteigner sind die Holtzbrinck Publishing Group (53 Prozent) mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Stefan von Holtzbrinck und die Beteiligungsfirma BC Partners. In rund 50 Ländern sind 13.000 Mitarbeiter für Springer Nature tätig. Schwerpunkte sind Wissenschaft (Umsatzanteil: 72 Prozent), Bildung (15 Prozent) und Fachinformation (13 Prozent), unter anderem zu Medizin („Ärzte-Zeitung“), Technik, Verkehr. Im April brachte Springer Nature das erste maschinengenerierte Buch heraus, in dem eine Vielzahl aktueller Forschungsartikel schnell, strukturiert und automatisch gebündelt wurde.
Umsatz 2018: 1.660 Mio. Euro
Mitarbeiter: 13.000

2. Haufe Group
In Sachen digitaler Transformation gelten die Freiburger als vorbildlich. Konsequent hat sich der einstige Rudolf Haufe Verlag zur Haufe Group gewandelt. Die leistet sich noch ein paar Fachzeitschriften und ein Buchprogramm, aber der Duft von Druckerschwärze ist verflogen. Mit „Software as a Service“ marschiert Haufe voran. Zum Beispiel: Statt es im Nachschlagewerk theoretisch zu erklären, gibt es den digitalen „Haufe Zeugnis Manager“, mit dem jährlich 200.000 Arbeitszeugnisse erstellt werden.
Im Digitalmarkt, betont CEO Reith­wiesner, braucht es Wachstum, um Spielraum für Investitionen zu schaffen. Zukäufe sind Teil der Strategie, zuletzt wurden die Onlineplattform Klaiton, die App-Firma Steuerbot und das Fintech Kontist übernommen. Das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr weist den nächsten Umsatzrekord aus: Rund 400 Millionen Euro sind es geworden, eine Verdoppelung in weniger als zehn Jahren.
Umsatz 2018: 400 Mio. Euro
Mitarbeiter: 2.000

3. C. H. Beck (Fachinformation)
Die Mediengruppe C. H. Beck, die insgesamt rund 500 Millionen Euro im Jahr umsetzt, lässt sich publizistisch in zwei Felder teilen. Hier das kleinere mit Literatur, Sachbuch, Wissenschaft (LSW), geleitet von Jonathan Beck, einem Spross der jungen Beck-Generation; dort die Fachinformation, genauer: Recht, Steuern, Wirtschaft (RSW), unter Führung des inzwischen 87 Jahre alten Hans Dieter Beck. Ein Klassiker unter den Fachtiteln ist die „Neue Juristische Wochenschrift“, etabliert sind Dienste wie die Datenbank Beck-online und die Beck Akademie Seminare. Der Verlag will „den Bedarf an juristischer Literatur auf allen Gebieten des Rechts, einschließlich des Steuerrechts, möglichst breit und lückenlos abdecken“. Dafür sind mehr als 120 Fachlektoren und Redakteure sowie über 14.000 Autoren im Einsatz. Zur RSW-Gruppe gehört auch die in zwei Dutzend Städten vertretene Buchhandelskette Schweitzer Fachinformationen.
Umsatz 2018: 380 Mio. Euro
Mitarbeiter: 2.000

4. Wolters Kluwer Deutschland
Recht, Wirtschaft, Steuern (RWS) sind die Kernthemen von Wolters Kluwer in Deutschland mit Verlagen und Marken wie Anwalt 24, Legal Tribune Online, Personalwirtschaft, Carl Heymanns, Luchterhand. Die Firma gehört zum niederländischen Konzern Wolters Kluwer, der in über 40 Ländern rund 19.000 Mitarbeiter beschäftigt und vergangenes Jahr 4,26 Milliarden Euro umsetzte. Das Team Germany hat die digitale Produktentwicklung vorangetrieben und enger mit dem Contentbereich verzahnt und zudem daran gearbeitet, die Marke Wolters Kluwer in Deutschland bekannter zu machen. Neben dem starken Geschäft mit Fachinformationen fokussieren sich CEO Martina Bruder & Co. vermehrt darauf, Software und digitale Expertenlösungen für RWS-Profis, zum Beispiel CaseWorX und eGovPraxis, zu schaffen.
Umsatz 2018: 268 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1.200

5. WEKA Firmengruppe
Dezentrale Führung gehört seit jeher zur Kultur der 1973 gegründeten WEKA Firmengruppe. Alle Fäden laufen zusammen bei Holding-Chef Wolfgang Materna; fürs operative Geschäft sind Stephan Bernhard, Robin Dualé, Werner Pehland und Kurt Skupin zuständig. Zur Gruppe gehören inzwischen 25 Unternehmen mit 1.500 Mitarbeitern in vier Ländern. Rund 60 Prozent des Umsatzes werden in der Heimat erwirtschaftet, unter anderem von WEKA Fachmedien, das in „Markt & Technik“, „Elektronik“ und „CRN“, gemessen an Anzeigenerlösen, drei der zwölf größten deutschen Fachzeitschriften aufbietet. Im Geschäftsjahr wurden mehrere Akquisitionen getätigt, unter anderem die Fachzeitschriften „Lanline“ und „Process pur“, sowie Bildungsangebote in der WEKA Akademie gebündelt. Die Firmengruppe bleibt auch nach dem Tod des Gründers Werner Mützel im März 2018 in Familienhand.
Umsatz: 247 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1.500

6. Süddeutscher Verlag Fachinformation
Im Süddeutschen Verlag stehen die Fach­informationen seit jeher im Schatten der „Süddeutschen Zeitung“. Dabei steht der Fachverlag seit Jahren deutlich besser da als die Tageszeitung. Im vergangenen Jahr verbesserte Geschäftsführer Karl Ulrich die Umsatzrendite auf fast 15 Prozent. Langfristig sollen es 20 Prozent sein, heißt die interne Vorgabe. Und das ist nicht das einzige ehrgeizige Ziel. Auch der Umsatz soll durch Zukäufe weiter wachsen. Die SWMH ist als Eignerin jedenfalls bereit, weiter zu investieren. Im Jahr 2015 hatte der Umsatz noch bei 166 Millionen Euro gelegen. Innerhalb der Fachinformationen ist es das Ziel, mit Medien ein Drittel des Umsatzes zu erwirtschaften. Das zweite Drittel sollen Dienstleistungen erlösen, die für die Zielgruppen entwickelt werden. Das letzte Drittel bezieht sich auf Veranstaltungen und verschiedenste Formate zur Entwicklung und Pflege von Communitys.
 Umsatz: 186 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1.100

7. Thieme Gruppe
An Wochenenden musste Albrecht Hauff in letzter Zeit besondere Leidensfähigkeit beweisen – der Thieme-Chef ist eingefleischter Fan des abgestiegenen Fußballbundesligisten VfB Stuttgart. Im Berufsalltag lief es hingegen erfreulich für den seit 1990 persönlich haftenden Gesellschafter der Thieme Gruppe, der im September 65 Jahre alt wird. Mit 162,4 Millionen Euro entwickelte sich der Umsatz der an weltweit elf Standorten präsenten Gruppe positiv. Das Verlagsprogramm umfasst 200 Fachzeitschriften und 4.400 Buchtitel, zudem immer mehr digitale Angebote von E-Learning bis zur umfassenden Online-Wissensdatenbank eRef. Kernthemen sind Medizin und Chemie, bei Studierenden und Praktikern genießen Thieme-Titel hohe Bekanntheit und Ansehen.
Umsatz: 162,4 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1.000

8. dfv Mediengruppe
Mehr als 100 Fachpublikationen für elf Wirtschaftsbereiche, rund 400 Fachbücher, über 100 digitale Angebote sowie über 150 kommerzielle Veranstaltungen pro Jahr: Die dfv Mediengruppe mit seinen 950 Mitarbeitern ist schwer aktiv. Der Umsatz 2018 sank gegenüber dem Vorjahr leicht (minus 0,4 Prozent) auf 143,8 Millionen Euro. Einbußen bei den gedruckten Fachtiteln, die fast drei Viertel (73 Prozent) der Gesamterlöse ausmachen, konnten durch Zuwächse im Onlinegeschäft und bei Veranstaltungen nicht ganz ausgeglichen werden. Im Werbeumsatz-Ranking der deutschen Fachzeitschriften ist die dfv Mediengruppe mit „Lebensmittel Zeitung“, „Horizont“, „Textilwirtschaft“ und „AHGZ – Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung“ gleich vier Mal unter den Top 10 vertreten.
Umsatz: 143,8 Mio. Euro
Mitarbeiter: 950

9. VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft
Gerade volljährig geworden, gründete Norman Rentrop 1975 seinen Verlag, kurz darauf erschien die Erstausgabe von „Die Geschäftsidee“.
Mehr als 300 Produkte, vom Fachinformationsdienst über Nachschlagewerk und Ratgeber bis zum elektronischen Angebot, gehören heute zum Portfolio, verteilt auf sieben Fachverlage und drei Schwesterunternehmen. Sie eint das Ziel, praxisnah aufbereitetes Expertenwissen zu vermitteln. Der Gründer, Sponsor von Bibel-TV und Initiator des Cicero-Rednerpreises, wechselte schon vor rund 20 Jahren in den Aufsichtsrat. Inzwischen ist die nächste Generation am Werk: Sohn Richard Rentrop übernahm im Oktober 2017 den Vorstandsvorsitz, als er noch keine 30 Jahre alt war.
Umsatz: 136 Mio. Euro
Mitarbeiter: 380

10. Wiley-VCH
2021 feiert der Wiley-VCH, einst als Verlag Chemie gegründet, seinen 100. Geburtstag. Sein Fokus sind Wissenschaft, Technik und Wirtschaft, die Publikationen richten sich an die wissenschaftliche Community und Gesellschaften, an Forscher, Praktiker, Lehrende und Studenten sowie Interessierte. Durch Einbindung in die US-amerikanische Verlagsgruppe von John Wiley & Sons im Jahr 1996 hat sich der globale Reichweitenradius vergrößert.
Der Anteil des Auslandsgeschäfts liegt bei knapp 60 Prozent des Gesamtumsatzes; Zeitschriften steuern mit einer Quote von über 80 Prozent die meisten Erlöse bei. Bekannteste Buchreihe des Verlags ist übrigens die populär ausgerichtete Marke „… für Dummies“, deren erster Titel „DOS für Dummies“ vor 27 Jahren erschien.
Umsatz: 134,4 Mio. Euro
Mitarbeiter: 420

11. Forum Media Group
Weiter stramm auf Wachstumskurs ist die FMG. 2018, im 30. Jahr ihres Bestehens, stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 122 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2013, also fünf Jahre zuvor, waren es erst 61,5 Millionen, also rund halb so viel. Gründer Ronald Herkert und sein Team haben vom bayerischen Merching aus eine globale Mediengruppe aufgebaut, die aktuell mehr als 1.200 Mitarbeiter in Europa, Asien, Nordamerika und Australien umfasst. Akquisitionen rund um den Erdball sind auch weiterhin geplant. Zu den bekannten deutschen Töchtern gehört der Dolde Medien Verlag in Stuttgart.
Umsatz: 122 Mio. Euro
Mitarbeiter: 1.200

12. Landwirtschaftsverlag
Das Kerngeschäft des Verlags, in dem die „Landlust“ 2005 geboren und zum Bestseller wurde, dreht sich um Agrar, Natur und Ernährung. Wichtigste Fachtitel sind das „Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben“, „Top Agrar“ und „Profi“, online haben sich Gebrauchtmaschinenbörsen wie Traktorpool und Baupool einen Namen gemacht. Zu den jüngeren Akquisitionen gehört der Lebensmittel Praxis Verlag 2015, ein Jahr später wurden die LV-Publikumsmedien in die Deutsche Medien-Manufaktur (DMM), ein Joint Venture mit Gruner + Jahr, eingebracht. Eigentümer des Landwirtschaftsverlags sind der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, der Raiffeisenverband Westfalen-Lippe und die Stiftung Westfälische Landschaft.
Umsatz: 112,6 Mio. Euro
Mitarbeiter: 803

13. Vogel Communications Group
Vor gut einem Jahr wurde Vogel Business Media umgetauft in Vogel Communications Group. Hinter dem Namens- steckt auch ein Kurswechsel: Das Unternehmen positioniert sich seitdem konsequent als Begleiter seiner Kunden bei der digitalen Transformation und als Spezialist für individuelle B2B-Kommunikationslösungen. Bei Vogel kann man also nicht nur Anzeigen schalten, sondern auch eine PR-Kampagne oder Chatbots entwickeln lassen. Was nicht heißt, dass Fachmedien keine Rolle mehr spielen. Im Gegenteil: Mit mehr als 100 Fachmedien ist Vogel in 14 Branchen präsent und beschäftigt 750 Redakteure und Marktexperten.
Umsatz: 88,3 Mio. Euro
Mitarbeiter: 830

14. Deutscher Landwirtschaftsverlag (DLV)
Wenn’s um Firmenzahlen geht, ist der DLV etwas wortkarg geworden. Der Umsatz, inklusive Beteiligungen, entspricht einem Circa-Wert von nicht dementierten 80 Millionen Euro. Zuletzt lief der Werbemarkt in der Agrarfachpresse etwas zäh, ähnlich die Nachfrage nach Gedrucktem. Wichtigste Fachtitel des Unternehmens sind „Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt“, „Agrar heute“, „Land & Forst“.
Umsatz 2018: 80 Mio. Euro
Mitarbeiter: 400

15. Beuth Verlag
1924 von Christian Peter Wilhelm Beuth („Vater der preußischen Gewerbeförderung“) in Berlin gegründet, gehört der Verlag heute zur DIN-Gruppe. Steht für: Deutsches Institut für Normung. Der Beuth Verlag veröffentlicht deutsche und internationale Normen und fördert deren praktische Anwendung durch Fachinformationen. Neu im Shop zum Beispiel: „Lebensmittelsicherheit“ für 227 Euro oder „Baulicher Brandschutz im Bestand“ (Band 1 bis 3) für 122 Euro.
Umsatz 2018: 74,4 Mio. Euro
Mitarbeiter: 187

16. IDG Communications Media
Seit 45 Jahren ist die in München ansässige IDG Communications Media AG als deutsche Tochter der International Data Group (IDG), Boston, aktiv. Sie brachte nach dem Vorbild der megaerfolgreichen „Computer World“ die „Computerwoche“ auf den hiesigen Markt. Es folgten Titel wie „Channel Partner“, „CIO“, „PC-Welt“. Die Medienmarken sind weiterhin ein Anker fürs Geschäft, aber drei Viertel des weltweiten Umsatzes bringen Daten-/Lead-Technologie, Marketing-Services/Dienstleistungen und Events.
Umsatz 2018: 71 Mio. Euro
Mitarbeiter: 123

17. Deutscher Apotheker Verlag
Der größte pharmazeutische Fachverlag in Deutschland wendet sich an Apotheker und pharmazeutisch-technische Assistenten in Ausbildung und Beruf. Wichtigste Titel sind die wöchentliche „Deutsche Apotheker Zeitung“ und die 14-täglich erscheinende „PTA heute“. Daneben verfügt der DAV über ein Programm von mehr als 950 lieferbaren Buchtiteln und ist Veranstalter der Interpharm, des bundesweit größten pharmazeutischen Fortbildungskongresses.
Umsatz 2018: 68,8 Mio. Euro
Mitarbeiter: 339

18. VDE Verlag
Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik, Gebäude-, Kälte- und Klimatechnik – dazu produziert und pu­bliziert der VDE Verlag Fachinformation, flexibel verpackt in Buch, Zeitschrift, digitales Format. Über 3.500 gültige Normen und Entwürfe für Berufsgruppen, Branchen, Themen, Sachgebiete sind verfügbar. Das Programm ergänzen Seminare und Fortbildungsveranstaltungen. Der VDE Verlag ist Teil des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE).
Umsatz 2018: 55 Mio. Euro
Mitarbeiter: 190

19. Deutscher Ärzteverlag
Umsatzstärkste Titel sind das „Deutsche Ärzteblatt“, zugleich die Nummer eins als Werbeträger unter den deutschen Fachzeitschriften, und „zm –
Zahnärztliche Mitteilungen“. Beides sind offizielle Publikationsorgane der Bundes(zahn)ärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Anteile am Fachinformationshändler Lehmanns hat der 1949 gegründete Deutsche Ärzteverlag zu Jahresbeginn komplett an Lafayette Mittelstand Capital, Luxemburg, veräußert.
Umsatz 2018: 51,2 Mio. Euro
Mitarbeiter: 216

20. Avoxa Mediengruppe Deutscher Apotheker
Avoxa ist eine 100-Prozent-Tochter der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Die Aufgabe: durch Medien und Messen (z. B. Expopharm, Deutscher Apothekertag), Daten und (digitale) Dienste eine Schnittstelle zwischen Apotheken und ihren Partnern schaffen. Zum Programm der Fachmedien gehören unter anderen „Pharmazeutische Zeitung“, „PTA Forum“ und PZ-Prisma“, ein Dauerbrenner in Apotheken ist die „Neue Apotheken Illustrierte“.
Umsatz 2018: 47,8 Mio. Euro
Mitarbeiter: 200

21. Bisnode Deutschland
Bisnode zählt in Europa zu den führenden Anbietern in Business Intelligence. Durch Data & Analytics „unterstützt es Unternehmen dabei, Kunden zu finden und über den gesamten Kundenlebenszyklus zu managen“. 2013 verpasste Bisnode seinen Tochterfirmen europaweit den Familiennamen. In Deutschland entstand somit aus Hoppenstedt Firmeninformationen, Hoppenstedt Kreditinformationen, Hoppenstedt360 und D&B Deutschland ein Unternehmen: Bisnode Deutschland.
Umsatz 2018: 45 Mio. Euro
Mitarbeiter: 250

22. Konradin Mediengruppe
Katja Kohlhammer, die nächstes Jahr 50 wird, führt den Verlag in dritter Generation, ehrenamtlich fungiert sie als Vorstandsvorsitzende des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbands (SZV). Die Konradin Mediengruppe befasst sich inhaltlich mit Arbeitswelt, Architektur, Augenoptik, Genuss, Handwerk, Industrie, Wissen. Titel wie „Bild der Wissenschaft“, „Deutsche Bauzeitung“, „Die Tabak Zeitung“, „Galore“, „Industrieanzeiger“, „Malerblatt“ gehören zum Programm.
Umsatz 2018 : 40 Mio. Euro
Mitarbeiter: 570

23. NWB Verlag
Der Firmenname geht auf die erste Zeitschrift zurück, die im 1947 von Friedrich Wilhelm und Ursula Schlenkhoff in Herne gegründeten Verlag erschien: „Neue Wirtschafts-Briefe“. NWB ist heute die Dachmarke, unter der eine multimediale Palette an Fachzeitschriften, Büchern, Datenbanken, Seminaren für Steuer- und Wirtschaftsprofis angeboten wird. Erweitert wurde die Kernzielgruppe auf Juristen durch den 100-Prozent-Erwerb des Kölner Juve Verlags im Jahr 2016.
Umsatz 2018: 35 Mio. Euro
Mitarbeiter: 287

24. Vincentz Network
Das 1893 gegründete Unternehmen wendet sich an Profis der Pflegebranche, an Lack-Industrie und -Anwender, an Automobil-Ingenieure und an ambitionierte Holzwerker. Jonas Vincentz, Anfang 40, führt den Verlag in vierter Generation. „Wir bringen Nischen zusammen“, sagt er über seine Medienfirma, die bewusst „Network“ im Namen trägt. Sie ist in den vergangenen Jahren auch durch Zukäufe gewachsen, zum Beispiel den 2015 erworbenen Ferdi­nand Holzmann Verlag („Möbelkultur“).
Umsatz 2018: 30,2 Mio. Euro
Mitarbeiter: 235

25. Holzmann Medien
Der Verlag in Zahlen: 17 Medienmarken in sieben Feldern, nämlich Bau, Cleaning, Fleisch, Handwerk, Health & Care, Hotellerie, Smart Engineering. Der wohl bekannteste Titel ist die „Deutsche Handwerkszeitung“, die als offizielles Organ von 23 Handwerkskammern in Deutschland zweiwöchentlich in einer Auflage von 490.000 Exemplaren verbreitet wird. Für jede Marke ist ein Markenkranz definiert, von Print, Website, Social Media bis zu Newsletter, Award, Event.
Umsatz 2018: 29,5 Mio. Euro
Mitarbeiter: 180

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