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01.11.2002


Thomas Voigt hat jetzt wieder allein das Sagen bei

 

Thomas Voigt hat jetzt wieder allein das Sagen bei "Impulse" und keine leichte Aufgabe: Umsätze sinken, Kündigungen stehen an, Ressorts werden gestrichen Es kann nur einen Thomas geben in der Chefredaktion von "Impulse"....



 
 
. nennt, wenn man sich B nicht im Streit, aber auch nicht ganz freiwillig trennt. Es bleibt der andere: Thomas Voigt, 42, der Anfang des Jahres die undankbare Aufgabe hatte, den "Capital'-Ableger "Bizz" abzuwickeln. Klugerweise hatte Voigt die Co-Chefredaktion von "Impulse" nie abgegeben. Jetzt kann und muss er sich wieder ganz und gar bei "Impulse" engagieren. Sonderlich dankbar ist dieser Job indes nicht. Voigt muss bei "Impulse" Leute raus werfen. Von fünf betriebsbedingten Kündigungen ist die Rede. Abgebaut werden noch einige Stellen mehr. Wo es geht, greift der Verlag auf Vorruhestandsreglungen, Teilzeit und Lohnverzicht zurück. Freie Planstellen werden nicht neu besetzt. Der Personalabbau hat Konsequenzen im Blatt. Die Ressorts Privat/Fitness und Porträt werden im kommenden Jahr gestrichen. Dass bei solchen Maßnahmen auch einer der beiden Chefredakteure gehen musste, liegt auf der Hand. Neben der Schrumpfkur soll Voigt das Profil von "Impulse" weiter anspitzen. Er muss das Magazin noch deutlicher als bisher zum Sprachrohr des Mittelsstands und Unternehmer-Magazin formen und damit klar von "Capital" abgrenzen. Jahrelang waren die Kölner Wirtschaftstitel eine Bank für den Hamburger Großverlag G+J. Aus den Umsatzbringern sind mittlerweile Sorgenkinder geworden. "Börse Online" hatte im dritten Quartal dieses Jahres noch einmal knapp 168 Anzeigenseiten brutto weniger als im schon miserablen dritten Quartal des Vorjahres. "Capital" hat unter dem gerade frisch gestarteten Chefredakteur Kai Stepp, 48, noch nicht wieder zu alter Potenz zurückgefunden. Und jetzt bedarf auch noch auch noch "Impulse" der Pflege. Bis dato wurde, wo immer der Name des Magazins fiel, gleich das Adjektiv "stabil" hinterhergeschoben. Die Auflage gibt noch immer keinen Grund zur Sorge. Sie ist im 3. Quartal zwar leicht zurückgegangen (von 145.344 im 3.- Quartal 2001 auf jetzt 138.064). Dabei fiel aber auch einiges an sonstigen Verkäufen weg. Schlimmer sind die rückläufigen Anzeigenumsätze. Im 3. Quartal 2002 waren es noch 164,5 Seiten. Ein Jahr zuvor hatte "Impulse" 176,1 und im Jahr 2000 gar 277 Seiten brutto. Klar, überall sinken die Umsätze. Doch im kollektiven Abwärtsstrudel der Wirtschaftspresse schien "Impulse" noch so etwas wie eine kleine Insel der Seligen zu sein. Aus und vorbei. Aber warum sollte es einem Blatt, das für den Mittelstand schreibt, besser gehen als dem Mittelstand selbst? Stefan Winterbauer

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